Marimbaphon

Marimbaphon, auch nur Marimba, Idiophon (Aufschlagidiophon, Xylophon), Klangstabspiel, bei dem die Klangstäbe in Form einer Klaviatur angeordnet sind.

Marimbaphon

Marimbaphon (Fotolia)

Das aus Afrika stammende Instrument wurde in Lateinamerika zur heutigen Form vervollkommnet. Wesentliches Kennzeichen sind die Resonatoren – früher ausgehöhlte Kürbisse – von denen sich unter jeder Klangplatte einer befindet. Die Resonatoren – bei modernen Instrumenten meist Röhren aus Metall oder Kunststoff – sind in ihrer Länge auf die Frequenz der jeweils darüber liegenden Klangplatte abgestimmt. Die Klangplatten sind aus Padouk, Palisander, selten auch aus Kunststoff gefertigt und etwas dünner als bei anderen Xylophonen; je tiefer der Ton, desto länger und breiter ist die jeweilige Klangplatte.

Da die Klangplatten der Marimba aus Holz bestehen, scheiden Schlägel mit Köpfen aus Metall, Kunststoff oder Hartholz aus. Verwendet werden Schlägel mit weichen Köpfen, also mit Garn oder Gummi überzogenen Köpfen. Viele Spieler bevorzugen Schlägel, deren Schaft aus Rattan angefertigt wurde.

Der Tonumfang von Marimbaphonen beträgt zwischen vier und fünf Oktaven. Der höchste Ton ist bei vielen Instrumenten, gleich welcher Oktavanzahl, c4; bei Instrumenten mit fünf Oktaven dementsprechend ist der tiefste Ton C. Zahlreiche Instrumente weichen allerdings von diesen Werten ab. Für den Einsatz als solistisches Instrument sollte das Marimbaphon fünf Oktaven umfassen.

Im 20. Jahrhundert widmeten einige Komponisten dem Marimbaphon Solo-Kompositionen, so etwa Darius Milhaud sein »Concerto pour Marimbaphone, Vibraphone et Orchestre« (1957) und Steve Reich sein Werk »Six Marimbas« (1986).