Metallstabspiele

Metallstabspiele, Idiophone, Untergruppe der Metallophone, Zusammenstellungen von massiven, gestimmten Stäben oder Platten – daher auch Metallplattenspiele – aus Metall, die in aller Regel mit verschiedenen Anschlagmitteln angeschlagen werden, daher sind Metallstabspiele zumeist Aufschlagidiophone.

Die Metallstäbe müssen dabei nicht quaderförmig sein, sondern können auch rund sein oder andere Formen haben, nicht jedoch eine glockenähnliche Form; somit gehören auch die Röhrenglocken nicht zu den Metallstabspielen, da die einzelne Röhre nicht aus massivem Metall besteht. Als Material für Metallstabspiele kommen Eisen, Stahl und die auf Kupfer basierenden Legierungen Bronze und Messing in Frage.

Metallstabspiele sind beispielsweise Glockenspiel, Celesta und Vibraphon. Auch in Spieldosen werden für die Tonerzeugung Metallstabspiele eingesetzt; bei diesen Instrumenten weisen die einzelnen Metallstäbe häufig einen quadratischen Querschnitt auf. Bei Spielzeugklavieren werden Metallstäbe unterschiedlicher Länge mit rundem Querschnitt verwendet. Als Metallstabspiel kann auch die Mbira angesehen werden, wenn hier auch die Metallstäbe gezupft werden. Zumal in Südoastasien sind eine Vielzahl verschiedenartiger Metallstabspiele in Gebrauch.

Als Anschlagmittel kommen verschiedene Schlägel, mit denen der Instrumentalist die Platten direkt anschlägt, in Betracht, wie auch Hämmer, die durch eine Tastatur in Gang gesetzt werden. Material und Härte des Schlägel- beziehungsweise Hammerkopfes haben unmittelbaren Einfluss auf den Klang, den der angeschlagene Metallstab erzeugt: Je härter, desto heller, also obertonreicher der Klang.

Klangstabspiele werden vor allem in jüngerer Kunstmusik und im Jazz häufiger verwendet, in der Rockmusik nur gelegentlich. Im Soul der 1960er-Jahre spielte das Vibraphon eine gewisse prominente Rolle, jedoch nicht als solistisch eingesetztes Instrument.