Rassel

Rasseln, Idiophone, die stets aus Rasselkörpern und Rasselkorpus bestehen; Rasseln werden geschüttelt oder aber angeschlagen. Nach der von Erich Moritz von Hornbostel und Curt Sachs 1914 veröffentlichten Klassifikation der Musikinstrumente gehören Rasseln zu den mittelbar geschlagenen Idiophonen und bilden die Untergruppen Anschlagrasseln und Einschluss- oder Gefäßrasseln.

Im einfachsten Fall besteht eine Rassel aus einem Hohlkörper, in den kleine Anschlagkörper gefüllt werden; dabei füllt die Menge dieser Körper den Hohlkörper, den Anschlag-Korpus nur zu einem geringen Teil. Die Art des Hohlkörpers wie auch die Art der Anschlagkörper haben Einfluss auf den Klang. Der Hohlkörper wird verschlossen und kann nun entweder direkt in die Hand genommen und geschüttelt werden, oder aber so stark angeschlagen werden, dass die Körner im Inneren gegen die Innenwand des Korpus schlagen; in beiden Fällen wird ein perkussives Geräusch von unbestimmter Tonhöhe erzeugt. Eine Maracas zum Beispiel ist eine Gefäßrassel.

Von diesen Gefäßrasseln weicht die Bauart der Rahmenrasseln ab: Hier sind die Rasselkörper lose an einem Rasselkorpus befestigt, der eben aus einem Rahmen besteht. So ist beispielsweise ein Schellenring eine Rahmenrassel.

Auch die so genannten Schüttelbleche werden zu den Rasseln gezählt, obwohl sie nur aus einem einzigen Stück Blech bestehen. Bleche dieser Art werden geschüttelt und erzeugen dabei ein undifferenziertes Geräusch; sie werden beispielsweise für die Erzeugung von Donnergeräuschen in Opernaufführungen benutzt.