Röhrentrommeln

Röhrentrommeln, zusammenfassender Begriff für Trommeln, bei denen im Gegensatz zu Rahmentrommeln das Maß der Länge des Korpus größer als das des Durchmessers ist.

Röhrentrommeln werden weiter nach der Form ihres Korpus‘ unterteilt in zylindrische Trommeln, Fasstrommeln, konische Trommeln, doppelkonische Trommeln, Sanduhrtrommeln und Bechertrommeln. Das Material spielt bei dieser Kategorie keine Rolle, die Instrumente können aus Holz, Ton, Metall und weiteren Werkstoffen mehr bestehen. Auch müssen sie nicht zwingend über zwei Felle verfügen, sondern können wie die Bongo und die Conga auf einer Seite der Röhren offen sein. Umgekehrt können bei Röhrentrommeln mit Fellen auf beiden Seiten der Röhre beide Felle die Funktion des Schlagfells erfüllen; der Durchmesser der beiden Felle muss dabei nicht gleich sein, doch wird in der Regel das größere der Felle als obligates Schlagfell verwendet.

Der Klang einer Röhrentrommel wird unter anderem durch die von der Röhre umschlossene Luftmenge bestimmt – große Röhrentrommeln klingen nicht zuletzt deshalb tiefer als kleine.
Das in Rock und Jazz üblicherweise verwendete Drumset besteht aus einer Zusammenstellung von mehreren Röhrentrommeln (Bass Drum, Snare Drum, Tom-Tom, Octoban).

Literatur

Jeremy Montagu: Timpani & Percussion; Yale Musical Instruments Series; New Heaven/London 2002
Geoff Nicholls: The Drum Book – A History Of The Rock Drum Kit; London 1997; ²2008