Schlaginstrumente

Schlaginstrumente, englisch percussion instruments, alle Instrumente, die durch Schlagen, Schütteln, Reißen und Schrapen zum Erklingen gebracht werden, also sogenannte Idiophone, die selbst klingen.

Im Rockbereich unterteilt man die Schlaginstrumente in »drums« und »percussion«: Unter ersterem versteht man große Trommel (bass drum), Trommel (drum, snare drum), Hänge-Tom-Tom, Stand-Tom-Tom, Hi-Hat und alle Becken; zusammen bilden genannten Instrumente ein Drum Set oder Drum Kit (hergestellt etwa von den Firmen Pearl, Sonor, Ludwig, Tama, Yamaha usw.). Mit  »percussion« sind die ergänzenden Schlaginstrumente gemeint, so besonders die zur Latin Percussion gehörende Gruppe Congas, Bongos, Schellentrommel und Schellenreifen, weiterhin Tempelblocks, Kuhglocken (cow bells), Cuicas, Maracas, Triangel, Timbales und Holzblocktrommel (wood block), Stielkastagnette, ferner Glockenspiel, Xylophon, Marimbaphon und Vibraphon; letztere Instrumente gehören zu der Gruppe der gestimmten Schlaginstrumente, die auch als Mallets bezeichnet werden. Der Erfindungsgabe von Musikern sind indes keine Grenzen gesetzt – sie setzen alles ein, was beim Anschlagen einen Ton hervorbringt, bis hin zur Bratpfanne (beispielsweise bei Nik Kershaw).

Schlaginstrumente bilden das rhythmische Rückgrat der Rockmusik. Von ihrer Behandlung hängt das klangliche Profil einer Gruppe ab. Bei Studioaufnahmen werden sie daher in einem der ersten Durchgänge der Produktion aufgenommen. Bekannte Perkussionisten sind etwa Morris Pert (Aufnahmen z.B. mit Brand X), Nippi Noya, Pete Escovedo (Santana), Sam Clayton (Little Feat), Laudir De Oliviera (Chicago), Marilyn Mazur (Miles Davis), Mino Cinelu u. a.