Trommel

Trommel, Membranophon (Schlaginstrument), im allgemeinen Sprachgebrauch Bezeichnung für ein mit einem Fell bespanntes Schlaginstrument

Ruehrtrommel

Rührtrommel [Fotolia]

Tatsächlich aber gibt es eine Reihe verschiedener Trommeln. Im einfachsten Fall ist schon die Schlitztrommel – also ein mit einem oder mehreren Schlitzen versehener Holzblock – eine Trommel. In der Regel allerdings werden Rahmen- und Röhrentrommeln als Trommeln im engeren Sinne bezeichnet. Gemeinsam ist beiden, dass ihr Korpus aus einem Rohrabschnitt besteht. Ist dieser Rohrabschnitt deutlich kürzer als der Durchmesser der meist runden Trommeln, spricht man von einer Rahmentrommel; ein weiteres Kennzeichen der Rahmentrommeln ist, dass sie nur mit einem Schlagfell ausgestattet sind. Bei Röhrentrommeln hingegen ist der Rohrabschnitt wenigstens so lang wie der Durchmesser der Trommel. Röhrentrommeln können mit nur einem Schlagfell bespannt sein, haben meistens aber ein Schlagfell und ein – oft dünneres – Resonanzfell. Über das Resonanzfell können Schnarrsaiten aus organischen Stoffen oder aber Metall gespannt sein. Die Grenzen sind allerdings fließend: Hätte beispielsweise die Snare Drum (Kleine Trommel) nur das Schlagfell, müsste sie zu den Rahmentrommeln gezählt werden. In der Bezeichnung von Schlaginstrumenten taucht der Begriff Trommel daher nur vereinzelt auf: Kleine Trommel, Große Trommel (Bass Drum) und Rührtrommel. Letztere kann als die eigentliche Trommel betrachtet werden: Sie besteht aus einem relativ langen zylindrischen Röhrenabschnitt und ist mit einem Schlagfell und einem Resonanzfell bespannt. Meistens ist sie mit einer Schnarrsaite ausgestattet, doch kann diese in der Regel abgenommen werden. Die Rührtrommel wird mit Filzkopfschlägeln gespielt und hat einen dumpfen Klang. Diese Rührtrommel, die im 15. Jahrhundert aus Asien über Kleinasien nach Europa kam, ist der Urahn der Kleinen Trommel und der Großen Trommel und damit des in Jazz und Rock gebräuchlichen Schlagzeugs.