Vibra-Slap

Vibra-Slap, auch Vibraslap, Idiophon (Aufschlagidiophon, Rassel), vornehmlich in lateinamerikanischer Musik verwendetes Perkussionsinstrument; der Vorläufer des Instrumentes, die Quijada, stammt aus der Volksmusik und bestand oft aus dem Unterkieferknochen eines Esels, in dem die lockeren Zähne in Schwingung versetzt wurden.

Das Vibra-Slap, besteht aus einem in etwa U-förmig gebogenen kräftigem Stahldraht, an dessen einen Ende eine massive Holzkugel angebracht ist, am anderen ein meist mehr oder weniger rechteckig geformtes Kästchen aus Holz. Im Inneren dieses nach vorn offenen Kästchens ist an dem durchgesteckten Stahldraht eine Reihe von Metallstiften lose befestigt. Zum Spiel wird das Instrument mit der linken Hand in der Beuge des Metallbügels gehalten und die Kugel mit der anderen Hand kurz und kräftig angeschlagen. Aufgrund der Federwirkung der Konstruktion geraten dabei die Metallstifte mehrfach in zufälliger Folge in Schwingung, schlagen gegen das Holz des Kästchens und erzeugen dabei ein schnarrendes Geräusch von wenigen Sekunden Länge.

Das Vibra-Slap ist ein Effektinstrument und wird in der Musik für Akzentuierungen eingesetzt. Häufig wird es in Theater- und Filmmusik verwendet, dann immer wieder für die akustische Untermalung bedrohlicher Szenen. Deutlich zu hören ist es etwa in dem Song »Green Tambourine« (1967) der amerikanischen Rockband Lemon Pipers.