Zimbelstern

Zimbelstern, auch Cymbelstern, Glockenstern oder Glockenrad, Idiophon (Metallophon), Effektregister in manchen Orgeln

Zimbelstern ist ein Effektregister, dessen Spiel in Gang gesetzt oder beendet werden kann; in eigentlichem Sinne ist es nicht – etwa durch das Manual – spielbar. Die Tonerzeugung besteht aus kleinen, meist auf einen Dur-Dreiklang gestimmten Glöckchen, die von Hämmern angeschlagen werden. Die Hämmer sind an einer Scheibe oder Rad befestigt, das wiederum auf einer Welle sitzt, die mit einem Windrad verbunden ist. Wird das entsprechende Register betätigt, so setzt der Orgelwind – in manchen Fällen auch ein Elektromotor – die Mechanik in Bewegung und es erklingt ein stetiges Läuten. In den meisten Fällen ist die Welle mit einem außen am Prospekt der Orgel sichtbaren goldenen Stern (Sonne) verbunden, der sich bei Einsatz des Registers dreht. Als Glocken wurden meist Schalenglocken, ähnlich den Fahrradglocken, oder auch einfache Schellen verwendet.

Der Zimbelstern war zwar besonders im Barock beliebt, war zu dieser Zeit aber schon lange Bestandteil von Orgeln. Er wird besonders zu festlichen Anlässen – etwa Weihnachten – zur Untermalung entsprechender Lieder eingesetzt. Unumstritten war das Register allerdings selbst im Barock nicht und stieß im 19. Jahrhundert auf vollständige Ablehnung.– Siehe auch Glockenspiel