Bariolage

Bariolage, französisch von lateinisch variolagum für »Abwechslung«, Spieltechnik bei Saiteninstrumenten

Mit Bariolage wird der schnelle Wechsel zwischen gegriffenem Ton und Ton auf der leeren Saite bezeichnet, insbesondere desselben Tones. Auf der Violine beispielsweise ist es natürlich möglich, den Ton d auf der leeren Saite zu spielen, aber auch, diesen Ton auf der G-Saite zu greifen. Der Klang dieser an sich identischen Töne unterscheidet sich; die leere Saite klingt voluminöser, während die gegriffene Saite einen bestimmteren Klang erzeugt.

Obwohl der Begriff aus dem Bereich der Streichinstrumente kommt, ist die Technik natürlich auch bei Zupfinstrumenten möglich und gebräuchlich. Jazz- und Rockmusiker meiden zwar in der Regel den Gebrauch leerer Saiten, nutzen den Effekt der Bariolage aber in bestimmten Fällen geradezu aus, da er sich bei elektrischen Instrumenten in besonders ausgeprägter Weise zeigt.