Open-handed Playing

Open-handed Playing, englisch, etwa »mit offenen Händen spielen«, Spielweise am Drum Set, die von der gängigen Spielweise abweicht.

Beim Spiel am Drum Set werden die Hände üblicherweise immer wieder gekreuzt. Dies bedeutet etwa bei einem Rockbeat, dass die Snare Drum mit dem Stock in der linken Hand angeschlagen wird, die weiter links stehende Hi-Hat aber mit dem Stock in der rechten Hand; dabei müssen die Hände zwangsläufig gekreuzt werden. Beim Open Handed Playing wird diese Überkreuzung vermieden, indem die Hi-Hat mit der linken und die Snare Drum mit der rechten Hand gespielt wird.

Diese eigentlich unorthodoxe Spielweise, als deren früher Meister der Schlagzeuger Billy Cobham gilt, wurde von einzelnen Schlagzeugern sporadisch zwar immer schon mal angewendet, gehört aber erst seit etwa Anfang der 1990er-Jahre zum gängigen Repertoire der meisten Schlagzeuger. Viel Schlagzeuger, die Open Handed Playing beherrschen, mischen ihre Spielweise aber, legen sich also nicht auf eine Technik fest. Der Vorteil der Technik ist darin zu sehen, dass sie mehr Klangkombinationen erlaubt: Der Schlagzeuger kann mit der Rechten rechts stehende Schlaginstrumente wie Ride-Becken und tiefe Tom-Toms erreichen, dennoch aber einen Achtel-Beat auf der Hi-Hat markieren.

Das Vorgesagte gilt für Rechtshänder, ist analog ausgeführt aber natürlich auch eine Linkshändern mögliche Technik.