Jack Monck

Monck, Jack, britischer Rock- und Jazzmusiker (elektrische Bassgitarre, Gitarre, Gesang, Komposition), * 14.3. 1950

Jack Monck begann seine Karriere in der Musik 1966 als Bassist der Band von Steve und Phil Miller, der die beiden Brüder den Namen Bruno’s Bluesband gegeben hatten. Die Band, zu der außerdem der Schlagzeuger Pip Pyle gehörte, gab Konzerte in London und Umgebung und erarbeitete sich den Ruf einer zuverlässige Begleitband; engagiert wurde die Band beispielsweise von Alexis Korner, Otis Spann und Lowell Fulsom. Als 1968 der Saxophonist Lol Coxhill sich Bruno’s Bluesband anschloss, nahmen die Musiker dies zum Anlass, den Namen in Steve Miller’s Delivery zu ändern. Monck verließ die Band 1969.
Zurückgekehrt nach Cambridge, seiner Heimatstadt, spielte Monck in diversen lokalen Formationen und traf unter anderem auch auf Fred Frith, Tim Hodgkinson und Chris Cutler, vor allem aber auf Syd Barrett, der Pink Floyd verlassen hatte und eine eigene Karriere anstrebte. Zu diesem Zweck gründete er mit Monck und dem Schlagzeuger Twink, eigentlich John Charles Alder (* 1944), der für einige Monate bei The Pretty Things gespielt hatte. Stars, so der Name der Formation, bestand aber nur kurze Zeit und brachte es nur zu wenigen Auftritten.
Monck orientierte sich wieder nach London, traf etwa auf den Saxophonisten Geoff Leigh, früher bei Henry Cow, war Mitglied der Jon Owen Band, nahm mit dem Pianisten Bill Gilliam und dem Drummer Laurie Allan – früher bei Gong – einige Kompositionen auf und spielte Ende der 1970er-Jahre mit Steve Miller und Allan in einem gemeinsamen Trio. Daneben schrieb er selbst Songs und trat mit verschiedenen Bands im Londoner Raum auf, bis er 1982 von David Thomas, dem schwergewichtigen Sänger von Pere Ubu, für dessen neuen Band The Pedestrians engagiert wurde. In Thomas‘ Band traf er auf alte Bekannte, auf die Fagottistin Lindsay Cooper und Chris Cutler. Thomas beteiligte Monck auch an den Aufnahmen zu dem Album »Variations on a Theme« und 1984 ging Monck mit der Band auf Tournee. Noch im selben Jahr aber nahm Tony Maimone von Pere Ubu seinen Platz ein.
Parallel zu seinem Engagement in Thomas‘ Formation hatte Monck an einem Solo-Album gearbeitet und nahm 1983 »Inside the Whale« auf; zunächst gab es nur einige Tonbandkassetten von dem Album, das erst 2002 veröffentlicht wurde. Monck hatte dazu die Aufnahmen von 1983 mit noch älteren aus dem Jahre 1978 miteinander kombiniert; geholfen hatte ihm bei der Fertigstellung des Albums Pip Pyle.
1985 gründete Monck eine eigene Band. That Uncertain Feeling, zu der die Pianistin Amy Chan gehörte, wurde 1986 in Chan/Monck Group umbenannt. Chan hatte bereits an den Aufnahmen zu »Inside The Whale« mitgewirkt. Moncks Karriere verlief seitdem in ruhiger Bahn, er komponierte, nahm seine Musik im Heimstudio auf und traf dann und wann auf Weggefährten vergangener Tage, so etwa auf Geoff Leigh, mit dem er 1993 die Formation Highly Irregulars bildete. Zu dieser Band gehörte auch der Schlagzeuger Lahcen Lahbib, mit dem er 1995 wieder eine eigene Band gründetet, MoMo genannt. Er absolvierte eine Ausbildung zum Musiklehrer und lehrt seitdem am Centre of Music and Performing Arts am Colchester Institute.


Diskografie

Jack Monck: Inside the Whale (2002; Aufnahmen von 1978 und 1983)