Steely Dan

Steely Dan, amerikanisches Jazzrock Duo, 1972 von Donald Fagen (* Passaic, New Jersey 10.1.1948; Gesang, Keyboards, Komposition) und Walter Becker (* Queens, New York, 20.2.1950; Gitarre, Bassgitarre) in Los Angeles gegründet. Die Namensgebung geht angeblich auf eine Passage in dem Roman „Naked Luch“ von William S. Burroughs zurück, in der ein Dildo dieses Namens eine Rolle spielt.

Becker und Fagen kannten sich bereits seit ihrer gemeinsamen Studienzeit und hatten schon für Filme Musik geschrieben und sich als Tour-Musiker verdingt. Steely Dan hatten sie zunächst lediglich als Studioprojekt angesehen.
Doch bereits mit dem Song „Do it again“ von der ersten LP „Can’t by a thrill“ hatten die beiden Musiker unerwarteten Erfolg. Das gemeinsam mit diversen Studiomusiker aufgenommene Album wurde in so großen Stückzahlen verkauft, dass die beiden Musiker sich veranlasst sahen, mit einer regelrechten Band auf Tournee zu gehen. Im Laufe weniger Jahre verschoben Fagen und Becker die Gewichtung ihrer Musik mit jeder Veröffentlichung ein wenig mehr in Richtung Jazz, bis die Anerkennung selbst unter Jazzmusikern so gewachsen war, dass sie 1978 zu einer LP des Big-Band-Leaders Woody Herman fünf Kompositionen beisteuern durften.
Auch die eignen Werke des Duos hatten es zu dieser Zeit schon zu höchster Anerkennung durch den Verleih mehrerer Grammies gebracht. Dennoch löste Steely Dan sich nach der Veröffentlichung von „Gaucho“ 1980 auf.
Fagen und Becker kamen sporadisch etwa zur Produktion der Platten anderer Künstler zusammen und nahmen auch einige wenige Solo-Platten auf, doch erst 1993 entschlossen sie sich, erneut zusammenzuarbeiten. Zum Auftakt produzierten sie zunächst gegenseitig je eine Solo-Platte und gingen 1994 dann auf Tournee. Die neue Einigkeit wurden mit der Konzertmitschnitt-Sammlung „Alive in America“ (1995) dokumentiert.
Fagen und Becker haben mit der Musik Steely Dans Rockgeschichte geschrieben, denn für ihre unterkühlten, brillant auf Platte gebrachten Songs konnten sich Jazz- wie Rockhörer begeistern. Platten wie „Pretzel logic“ (1974), „Katy lied“ (1975) und auch noch „Gaucho“ (1980) setzten hinsichtlich Arrangement, Klanggestaltung und Aufnahmetechnik bis in jüngste Zeit hinein Maßstäbe. Mitunter stellte die von Fagen und Becker komponierten Musik so hohe Ansprüche an die instrumentalen Fähigkeiten, dass beispielsweise Becker sie selbst nicht erfüllen konnte und dann auch auf prominente Hilfe – etwa von Mark Knopfler – zurück griff. Für die Perfektion ihrer Aufnahmen erhielten Fagen und Becker mehrmals Grammies.

 

Auszeichnungen

Steely Dan

Grammy 1997
Grammy 1981
Grammy 200 (in vier Kategorien)

Donald Fagen

Grammy 2006

Diskografie

Can’t buy a thrill (1972)
Countdown to Ecstasy (1973)
Pretzel logic (1974)
Katy lied (1975)
The royal scam (1976)
Aja (1977)
Gaucho (1980)
Alive in America (1995)
Two against nature (2000)
Everything must go (2003)

Solo Donald Fagen

The nightfly (1982)
Kamakiriad (1993)
Morph the cat (2006))

Solo Walter Becker

11 Tracks of Whack (1994)

 

Website

http://www.steelydan.com (Offizielle Website der amerikanischen Jazzrock-Gruppe Steely Dan)