ABC Records

ABC Records, 1955 in New York von der Am-Par Records Corporation gegründet; das Label trug bis 1965 den Namen ABC-Paramount Records, wurde dann in ABC Records umbenannt. ABC bestand bis 1979.

Um das Label ABC-Paramount herum wurden diverse weitere Labels mit spezieller Ausrichtung gruppiert, teils neu gegründet, teils hinzu erworben. Für die Veröffentlichung von Singles wurde Apt Records eingerichtet, für Jazz Impulse Records und 1966 für Blues-Aufnahmen Bluesway Records. Bereits 1959 waren einige früher im Besitz des Toningenieurs und Produzenten Enoch Light (* 1905, † 1978) befindlichen Schallplatten-Labels übernommen worden, darunter Audition Records, Command Records, Colortone Records und Waldorf Music Hall Records. Nachdem 1966 das Label Dunhill Records gekauft worden war, wurde das Label erneut umbenannt, dann in ABC Dunhill Records. Noch in den 1970er-Jahren wurden mit Duke Records und Peacock Records weitere Plattenverlage übernommen, 1974 zudem sämtliche Labels der Gulf and Western-Gruppe, darunter Dot Records und das renommierte Label Blue Thumb Records. Eng verbunden mit ABC Records war Sire Records, deren Platten von ABC vertrieben wurden.

1979 kaufte MCA Records ABC Dunhill. Zwar wurden unter dem Namen ABC keine weiteren Platten mehr veröffentlicht, MCA Records übernahm aber viele Veröffentlichungen des Labels und brachte sie unter eigenem Namen auf den Markt.

Bei ABC Records oder einem der zahlreichen mit ABC Records verbundenen Labels haben eine Vielzahl von Musikern und Bands unter Vertrag gestanden, darunter Paul Anka, Ray Charles, Fats Domino, B.B. King, Isaac Hayes, Ornette Coleman, Art Blakey, Coleman Hawkins, John Lee Hooker, Freddie Hubbard, Charles Mingus, Sonny Rollins, Shirley Scott, Archie Shepp, Poco, The Fifth Dimensions und Four Tops.