Act (Label)

Act, unabhängiges deutsches Schallplatten-Label für Jazz, 1992 von Siegfried E. Loch (* 1940) in Hamburg gegründet; das Label hat seit 1998 seinen Sitz in Hamburg.

Loch hatte bereits eine Karriere im Schallplattengeschäft hinter sich – unter anderem war er Produzent bei Philips, später bei WEA Music in Hamburg, ab 1975 Vizepräsident bei WEA International und zuletzt Präsident der WEA Europe in London –, als er 1988 sein eigenes Label gründete und sich 1989 mit Rocksängerin Annette Humpe (Ideal) und dem Fotografen Jim Rakete zusammenschloss und sein Label in dem gemeinsamen Project Act Music and Vision betrieb. 1992 verlegte Loch den Sitz seines Label Act Jazz and World Jazz nach Hamburg und nahm die Produktion von Jazz-Schallplatten auf. Bereits für seine erste eigene Produktion mit dem Komponisten und Pianisten Vince Mendoza und der Big Band des WDR wurde er in zwei Kategorien des Grammys nominiert.
In den folgenden Jahren plante Loch, der etwa die Hälfte der bei seinem Label erscheinenden Platten selbst produziert, umsichtig den Ausbau seines Labels. Einen besonderen Schwerpunkt legte er auf Veröffentlichungen mit skandinavischen Musikern und setzte damit einen Trend: Die Reputation skandinavischer Musiker beruht zu einem großen Teil auf den bei Act erschienenen Tonträgern. So haben bei Act etwa die Sängerinnen Viktoria Tolstoy und Rigmor Gustafsson, der Posaunist Nils Landgren, der Gitarrist Ulf Wakenius, der Pianist Esbjörn Svensson mit seinem Trio und der Bassist Lars Danielsson teils mehrere CDs eingespielt. Auch der deutsche Jazz hat bei Lochs Label eine Heimstatt gefunden: Neben anderen veröffentlichten der Saxofonist Heinz Sauer, der Schlagzeuger Wolfgang Haffner und die Pianisten Joachim Kühn und Michael Wollny – der auch das Trio em leitet – ihre Music bei Act.

 

Weblink

http://www.actmusic.com/ (Offizielle Web-Präsenz des deutschen Jazz-Labels Act)