Arista Records

Arista Records, amerikanisches Schallplatten-Label, 1974 von Clive Davis unter dem Namen Bell Records gegründet, jedoch schon 1975 in Arista Records umbenannt.

Davis, soeben von CBS Records entlassen, fasste im Auftrag von Columbia Pictures deren Labels Colpix Records, Colgems Records und Bell Records zu dem neuen Label Arista Records zusammen; den Namen entlieh er der Ehemaligen-Organisation seiner früheren Schule in New York. Während einige der bei den Labels unter Vertrag stehenden Künstler daraufhin ihre Verträge nicht verlängerten – darunter David Cassidy und The Fifth Dimensions –, gelang es Davis etwa Melissa Manchester, Dionne Warwick, Barry Manilow und The Bay City Rollers für Arista zu gewinnen. Davis hielt zu diesem Zeitpunkt selbst Anteile an Arista Records. 1980 verpflichtete er Aretha Franklin für das Label.

Davis gründete für Avantgarde Jazz das Unterlabel Arista Freedom und kaufte weitere Labels hinzu, so Northwestside Records, Deconstruction Records, First Avenue Records und Dedicated Records.try Music gründete er Career Records – später in Arista Nashville umbenannt –, Arista Novus und Arista Austin.

Als Columbia Pictures 1979 in Konkurs ging, kaufte die deutsche Schallplattenfirma Ariola Eurodisc, um ihr Geschäft in den USA zu beleben; Ariola Eurodisc hatte bis dahin nur einen kleinen Anteil an Arista gehalten. Nachdem Ariola Eurodisc 1986 auch RCA Records hinzugekauft hatte, wurde der Schallplattenkonzern in Bertelsmann Music Group umbenannt. Weitere Labels kamen in den 1980er- und 1990er-Jahren hinzu: Northwestside Records, Deconstruction Records, First Avenue Records und Dedicated Records. Mit Antonio L.A. Reid und Babyface wurde ein gemeinsames Label unter dem Namen LaFace Records eingerichtet, das 1999 komplett in den Besitz von Arista überging. 1993 rief Arista gemeinsam mit Sean Combs alias P. Diddy das Label Bad Boy Records ins Leben.

Davis wurde 2000 aus seinem Vertrag mit der Firma entlassen und an seine Stelle L. A. Reid eingesetzt, der seinerseits 2004 die Leitung von Arista Records abgab. Aufgrund einer konzernweiten Umstrukturierung wurde Arista Records zunächst mit J Records vereint und dann der RCA Records Group zugeschlagen; die wiederum leitete Clive Davis. Arista gehört seit 2004 als Teil der RCA Records Group zu Sony Music Entertainment.

Bei Arista standen bzw. stehen neben anderen Meat Loaf, The Allman Brothers Band, The Kinks, Prince, Barry Manilow, Whitney Houston, Ace Of Base, Sarah McLachlan, Dionne Warwick, Annie Lennox, The Eurythmics, Toni Braxton, Santana, Lou Reed und Avril Lavigne unter Vertrag.