Asylum Records

Asylum Records, amerikanisches Schallplatten-Label, 1971 von David Geffen in Los Angeles, Kalifornien, gegründet.

Geffen wählte den Namen ein wenig hintersinnig mit Bedacht: Sein Arbeitgeber, ein zur William Morris Künstler-Agentur gehörendes Folkmusic-Label, wollte den Sänger Jackson Browne nicht unter Vertrag nehmen. Geffen gründete trotzig sein schon nach kurzer Zeit erfolgreiches Label, verkaufte es aber schon 1972 an den Medienkonzern Warner Communications. Warner verband es mit dem bereits in seinem Besitz befindlichen Label Elektra zu Elektra/Asylum Records. 1979 schied Geffen wegen gesundheitlicher Probleme aus der Leitung der Firma aus. Obwohl unter einem gemeinsamen Dach, verfolgten die beiden Labels jeweils eigene Pläne, bis Elektra 1989 als Elektra Entertainment seine frühere Eigenständigkeit zurückerlangen konnte. Asylum blieb geradezu auf der Strecke und konnte als untergeordnetes Label für Country Music nicht einmal ein eigenes Programm planen. 2004 trug die Warner Music Group dem sich verändernden Musikgeschäft Rechnung und schloss Asylum mit Cordless Records und East West Records zur Independent Label Group zusammen, die sich vorrangig dem HipHop-Geschäftsfeld widmen sollte.

Geffen hatte nach Jackson Browne 1971 noch im selben Jahr John David Souther, Linda Ronstadt, Joni Mitchell und Glenn Frey unter Vertrag genommen. Geffen veranlasste letzteren, die später außerordentlich erfolgreiche Country-Rockgruppe The Eagles zu gründen. Für kurze Zeit veröffentlichte auch Bob Dylan seine Musik bei Geffen. Weitere Künstler, die bei Asylum unter Vertrag standen, sind neben anderen Buffalo Springfield, The Byrds, John Fogerty, Emmylou Harris und Tom Waits. In jüngerer Zeit engagierte das Label etwa Juvenile, Pimp C und UGK.

Weblink

www.asylumrecords.com (Offizielle Website des amerikanischen Schallplatten-Labels Asylum Records)