Chess Records

Chess Records, 1950 von den Brüdern Leonard Chess, eigentlich Lejzor Czyz (* 1917, † 1969), und Philip Chess, eigentlich Fiszel Czyz  (* 1921), in Chicago gegründet.

Lenoard Chess hatte sich zunächst an dem schon bestehenden Label Artistocrat Records beteiligt, das bald eine Vorrangstellung auf dem Bluesmarkt in Chicago einnahm und z.B. Muddy Waters bekannt machte. 1950 übernahm er gemeinsam mit seinem Bruder Phil das Label komplett und die beiden benannten es in Chess Records um.
Die auf dem Gebiet des Blues und vor allem des Electric Bues bald führende Firma brachte Aufnahmen von Chuck Berry, Bo Diddley, Willie Dixon, John Lee Hooker, Sonny Boy Williamson und Howlin‘ Wolf sowie von Bluesrock-Gruppen wie Fleetwood Mac heraus. 1969 wurde das Label von der Firma GRT Corporation, einem Hersteller von Tonbändern und Tonbandgeräten, aufgekauft und der Hauptsitz nach New York verlegt. 1975 verkaufte GRT die Überreste des Labels an All Platinum Records, die Chess Records wiederum Mitte der 1980er-Jahre an MCA weitergab. Als Unterlabel von Geffen Records gehört Chess Records inzwischen zum Universal-Konzern.
Chess Records ist eines der bedeutenden Labels der amerikanischenRockgeschichte, ohne das die Geschichte des elektrischen Blues und der frühen Rockmusik nicht vollständig wäre. In den Studios des Labels nahmen einige Male auch The Rolling Stones auf, unter anderem ihren Song »2120 South Michigan Avenue« – der zeitweilige Sitz der Firma in Chicago. Dass der Electric Blues auch Chicago Blues genannt wird, hat eine wesentliche Ursache in der Arbeit von Chess Records.
Zu dem Label gehörten im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Unterlabels, so etwa Cadet Records, Marterry Records, Argo Records, Checker Records, Concept Records, GRT Records und Westbound Records.