Chrysalis Records

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Chrysalis Records, amerikanisches Schallplatten-Label, 1969 aus der von Chris Wright und Terry Ellis gegründeten Ellis-Wright Agency hervorgegangen; der Name ist aus den Namen der beiden Gründer zusammengesetzt, ist aber auch die Bezeichnung für die Puppe der Schmetterlinge.

Ellis und Wright hatten von Chris Blackwells Label Island Records Lizenzen für den Vertrieb von einigen Bands – so etwa Jethro Tull und Procol Harum – erhalten, deren Platten in den USA zu vertreiben. In den USA wurde Jethro Tull von Reprise Records übernommen, einem Label von Warner Bros. Records. Auf diese Weise kam das Label von Ellis und Wright, eben Chrysalis, zu einer Zusammenarbeit mit Warner, die bis 1972 andauerte. Von 1976 an vertrieb Chrysalis seine Platten selbst. Gegen Ende des Jahrzehnts übernahm das Label das Ska-Label 2Tone Records, bei dem Ska-Bands wie The Selecter und The Specials unter Vertrag standen. Auch die Produkte des amerikanischen Folk-Labels Takoma wurden von Chrysalis vertrieben.
1991 wurde das in seinen Bereichen durchaus erfolgreiche Label – der Versuch, mit Bands wie Armored Saint und Mutha’s Day Out auf dem Heavy-Metal-Markt Fuß zu fassen misslang – an die EMI verkauft. Die EMI nutzte das Label allerdings nur für die Veröffentlichungen von Robbie Williams und gab es 2005 gänzlich auf.
Bei Chrysalis standen besonders in den 1980er-Jahren zahlreiche sehr erfolgreiche Musiker und Rockbands unter Vertrag, so Ultravox, Spandau Ballet, Pat Benatar, Billy Idol, Huey Lewis and the News, Blondie und Slaughter. Weitere Musiker und Bands, die von dem Label über einen kürzeren oder längeren Zeitraum geführt wurden, waren Gentle Giant, Arrested Development, Blodwyn Pig, Rory Gallagher, Paul Carrack, Kino, Split Enz, Simple Minds, Amanda Lear, Was (Not Was), World Party, The Fabulous Thunderbirds und Karlheinz Stockhausen.