IC

IC, Abkürzung von Innovative Communication, deutsches Schallplatten-Label, 1979 von dem Musiker Klaus Schulze und dem Musikjournalisten Michaels Haentjes in Hambühren gegründet; der Sitz des Labels wurde später nach Hamburg verlegt.

Die Aufgabe des Labels sahen seine Gründer in der Förderung interessanter, vor allem von elektronischen Musikinstrumenten geprägter Schallplatten gegründet. Den Vertrieb der Tonträger übernahm zunächst WEA, ab 1980 die Deutsche Austrophon in Diepholz. Das Besondere der ersten Schallplatten von IC war die Umdrehungsgeschwindigkeit der LPs: Wie bei Singles betrug sie 45 Umdrehungen pro Minute. Den Vorzug der höheren Umdrehungsgeschwindigkeit sahen die Label-Betreiber in der bessern Klangqualitäten der Platten; den Nachteil einer etwas geringeren Kapazität dieses Typs von LP nahmen sie in Kauf. In der ersten Zeit wurde für die Cover der LPs ein im Wesentlichen einheitliches Design verwendet: Grundsätzlich weiß gehalten mit einem zentral angeordneten Bild.

Die erste auf dem Label veröffentlichten LP war eine Arbeit Klaus Schulzes, die er unter dem Titel »Time Actor« als »Richard Wahnfried« veröffentlichte. In rascher Folge legte IC Platten von Lorry, Baffo Banfi, Manuel Göttsching, Popol Vuh, Clara Mondshine – dahinter verbarg sich der Musikjournalist Walter Bachauer –, P’Cock, Freeze Frame und auch eine von Arthur Brown und dem Organisten Vincent Crane (Atomic Rooster) vor. Als abzusehen war, dass die englische New Wave in der Bundesrepublik Deutschlang zu einer ähnliche Entwicklung führen würde, nahm IC auch Musiker und Bands wie Ideal und DIN A Testbild unter Vertrag. Auch wurde das Unterlabel Digit gegründet.

Bereits 1983 zog sich Klaus Schulze, der auch einige Platten für IC produziert hatte, aus der Leitung des Labels zurück. Für ihn kam Mark Sakautzky in die Geschäftsführung der Firma und setzte zusammen mit Michael Weisser die Tätigkeit des Labels fort, engagierte etwa die Gruppe Software. Zunehmend wandte sich dir Firma im Laufe der Jahre der zum Umfeld von New Age gehörenden Musik zu. 1994 kaufte der Tonträger-Hersteller Pallas, in dem die Deutsche Austrophon als DA Music aufgegangen war, Sakautzkys Firmenanteil, 2002 den von Michael Weisser.

Weblink

http://www.da-music.de/IcDigit (Website des deutschen Schallplatten-Labes Innovative Communication)