Odeon Records

Odeon Records, ursprünglich deutsches Schallplattenlabel, 1903 von dem Amerikaner Frederick M. Prescott in Berlin gegründet; Prescott hatte im gleichen Jahr die International Talking Machine Company gegründet. Das Logo des Labels zeigte in stilisierter Form das Odeon in Paris.

Prescott führte mit Odeon einige technische Neuerungen für Schallplatten ein, so etwa 1904 die auf beiden Seiten bespielte Schallplatte und, um die Spieldauer zu verlängern, Schallplatten mit Durchmessern von 25 und 30 Zentimetern. Da seine Firma International Talking Machines auch die passenden Abspielgeräte lieferte, konnten sich diese Neuerungen durchsetzen. Odeon widmete sich bereits vor dem Ersten Weltkrieg der Aufnahme griechischer und türkischer Volkmusik und veröffentlichte später auch außereuropäischer Musik, so etwa aus Indien.
Odeon wurde 1911 an die Carl Lindström AG verkauft, die ihrerseits im Zuge von rückgängig gemachten Enteignungen während des Ersten Weltkriegs schließlich in den Besitz der britische EMI gelangte. Als Label blieb Odeon bis zum Beginn des CD-Zeitalters erhalten.
Bei Odeon waren zahlreiche namhafte Künstler unter Vertrag, so etwa Richard Tauber, Zarah Leander und die Comedian Harmonists. Einige Platten der Beatles wurden für den deutschsprachigen Markt ebenfalls auf Odeon veröffentlicht.