Ruf Records

Ruf Records, deutsches Schallplatten-Label, 1994 von Thomas Ruf in Lindewerra gegründet; das unabhängige Label widmet sich in besonderem Maße der Veröffentlichung von Tonträgern im Bereich Blues und Bluesrock.

Thomas Ruf hatte Anfang der 1990er-Jahre den Bluesgitarristen Luther Allison kennen gelernt und dessen Konzertmanagement in Deutschland übernommen. Mit zunehmender Kenntnis des Musikgeschäfts kam er zu der Überzeugung, dass neben der Veranstaltung von Konzerten und dem Verlegen von Musik nur ein eigenes Label ihm und den Musiker die nötige Unabhängigkeit geben würde, auch die Platten zu veröffentlichen, die die Musiker veröffentlichen wollten. Die Zusammenarbeit mit dem Label Line Records – dessen Besitzer Uwe Tessnow hatte ihm ein wenig Startkapital für die Gründung gegeben – half über die ersten Klippen des auf diesem Gebiet unerfahrenen Rufs hinweg. Ruf richtete von Anfang an auch Dependancen in den USA, England und Frankreich ein.

Bei Ruf stehen ständig etwa ein Dutzend Musiker und Bands unter Vertrag, im Laufe der Jahre etwa Walter Trout, Bernard Allison, Bob Brozman, Canned Heat, Jeff Healey, Jimmy Bowskill, Friend ’n Fellow, Louisiana Red, Big Daddy Wilson, Aynsley Lister, Omar & The Howlers, Ian Carter und Robin Trower. Einen Schwerpunkt des Programms stellen die Veröffentlichungen von Sängerinnen dar, die meisten von ihnen auch ausgezeichnete Blues-Gitarristinnen. Zu ihnen gehören etwa Ana Popovic, Joanne Shawn Taylor, Erja Lyytinen, Dana Fuchs, Dani Wilde, Samantha Fish, Cassie Taylor, Sue Foley und Meena. Alljährlich werden jeweils einige Musiker mit ihren Bands in der so genannten »Blues Caravans« auf Package-Tourneen geschickt. Das Label versteht sich dabei nicht als Gralshüter eines tatsächlich oder auch nur vermeintlich authentischen Blues; vielmehr fühlen sich die meisten bei dem Label beheimateten Musiker einer modernen Auffassung des Blues verpflichtet und nehmen daher auch Einflüsse anderer Musik in ihre eigene auf.

Eine Besonderheit stellen die von Ruf Records verkauften CDs dar: Sie sind Vinyl-Schallplatten nachempfunden und auch auf der bespielten Seite tiefschwarz.

Website

www.rufrecords.de (Offizielle Website des deutschen Blues-Labels Ruf Records)