Smash Records

Smash Records, amerikanisches Schallplatten-Label, 1961 von Shelby Singleton als Tochter-Label von Mercury Records gegründet; Shelby war Manager bei Mercury und übernahm gemeinsam mit Charlie Fach die Leitung des neuen Labels.

Durch ein Abkommen mit King Records, seinerzeit das Label von James Brown, übernahm Smash alle instrumentalen Produktionen Browns, lediglich drei Singles, bei denen Brown auch als Sänger auftrat, wurden bei Smash Records veröffentlicht, darunter 1964 die Single »Out of Sight«, eine der Aufnahmen, die am Anfang von Brown spezifischem Funk stehen. Außer James Brown hatten etwa Jerry Lee Lewis, die Sängerin Millie Small, der Sänger Bruce Channel, der Sänger und Songwriter Roger Miller, der Musiker und spätere Produzent Bill Justis und die Band The Left Banke; später übernahm Smash auch Produktionen von Sir Douglas Quintet, The Walker Brothers, Scott Walker und Yello.
War Smash bis etwa 1969 recht aktiv auf dem amerikanischen Musikmarkt, so verlor die Firma, die mit Mercury nunmehr zu Polygram gehörte, in den 1980er-Jahren an Bedeutung und wurde für Wiederveröffentlichungen genutzt. Anfang der 1990er-Jahre erlegte Polygram den Sitz der Marke nach Chicago und versuchte, es als RnB-Label zu etablieren. Die unter diese Prämisse vorgelegten Veröffentlichungen, etwa von LaTour oder Jamie Principle waren in den USA einigermaßen populär, wurden in Europa aber einem kleine Kreis von Hörern bekannt. 1996 stellte das Label seine Tätigkeit ein.



Weblink

http://microgroove.jp/mercury/Smash.shtml (Website mit Veröffentlichungsliste von Smash Records)