Zickzack Records

Zickzack Records, deutsches Schallplatten-Label, 1980 von dem deutschen Musikjournalisten Alfred Hilsberg in Hamburg gegründet.

Hilsberg hatte in Hamburg den Schallplattenladen Rip Off eröffnet, sich nebenbei aber als Musikjournalist betätigt und in der Musikzeitschrift Sounds mehrfach Artikel zur so genannten Neuen Deutschen Welle veröffentlicht, darunter Ende 1979 »Neue Deutsche Welle – Aus grauer Städte Mauern«; angeblich wurde nach diesem Artikel der Begriff Neue Deutsche Welle in den allgemeinen Sprachgebrauche übernommen, doch reklamieren die Prägung des Begriffes viele für sich. Tatsächlich aber wurde bei Zickzack eine Reihe von Platten der Neuen Deutschen Welle veröffentlicht, die als Gegengewicht zu den Veröffentlichungen der britischen New Wave eine spezifisch deutsche Rockmusik repräsentierten. Dazu gehörten Produktionen etwa von Geisterfahrer, Abwärts, Minus Delta T, Freiwillige Selbstkontrolle, Palais Schaumburg, Andreas Dorau, Die Krupps, Xmal Deutschland, Die Tödliche Doris, Einstürzende Neubauten, Jello Biafra und Die Radierer. Das Label blieb über die Jahrzehnte aktiv, wenn auch mit kurzen Unterbrechungen. In den Jahren Unmittelbar vor und nach 2000 engagierte Hilsberg sich mit seinen Labels auch in jüngeren Entwicklungen der deutschen Rockmusik und verlegte etwa die Musik von Blumfeld, Rummelsnuff, Freiwillige Selbstkontrolle, Saalschutz und Jens Friebe.
1992 hatte Hilsberg das Label What’s So Funny About gegründet, bei dem Schallplatten etwa von Gun Club, Henry Rollins und Savage Republic erschienen; die zunächst wie ein Unter-Label wirkende Marke rückte in den 1990er-Jahren gegenüber Zickzack in den Vordergrund. Cashbeat ist der Name eines weiteren Tochter-Labels, das der Veröffentlichung von Musik vorbehalten ist, die mit elektronischen Musikinstrumenten erzeugt wurde.



Weblink

http://zickzack3000.de/ (Website des deutschen Schallplatten-Labels Zickzack Records)
http://www.whatsofunnyabout.de/ (Website des deutschen Schallplatten-Labels What’s So Funny About)