iTunes Store

iTunes Store, so genannter Online-Media-Service, 2003 von der amerikanischen Firma Apple unter dem Namen iTunes Music Store in den USA eröffnet; 2004 wurde Interessenten einiger europäischer Länder der Zugang ermöglicht – darunter Deutschland, 2005 folgten weitere Länder. Die Online-Verkaufsstelle bietet Musik, Filme, Videos, Fernsehserien, Software (Apps), Spiele und weiteres mehr.

Für die Nutzung des Angebots ist die Software iTunes notwendig, die Apple kostenfrei zur Verfügung stellt. Das Programm läuft unter Apple OS, Microsoft Windows und Linux; für letzteres ist ein Windows-Emulator notwendig. iTunes dient gleichzeitig als Player und als Ordnungsinstrument für die von iTunes Store geladenen Dateien. Verbunden mit iTunes Store erlaubt es die Software, kostenfrei Clips der gewünschten Medien anzusehen bzw. zu hören, möglich ist dies mit den Geräten iPod, iPad, iPod Touch und iPhone sowie mit jedem Computer.

Apples iTunes Store hat sich innerhalb weniger Jahre in dem Bereich Download-Plattformen für Medien trotz der proprietären Software iTunes als Marktführer etablieren könne. So gelang es Apple, mit allen großen Anbietern medialer Inhalte Verträge zu schließen und selbst das Label Apple Records für sich zu gewinnen – jahrelang lag die Firma der Beatles mit der Steven Jobs‘ in einem Rechtstreit um den Namen Apple.

Der iTunes Store bietet Musik jeder Art – also Jazz, Rock, Pop, traditionelle Kunstmusik – die im Falle von Pop und Rock in Deutschland je Track zum Preis von 0,99 Euro verkauft werden; die Audiodateien sind durch DRM geschützt, können aber fünfmal auf CD gebrannt werden. Technisch handelt es sich um ein MP4-Format, kodiert werden die Audios mit AAC bei einer Bit-Rate von 128 Kilobit je Sekunde; viele Tondateien sind aber auch in höherer Bitrate erhältlich. Die Anzahl der verschiedenen Dateien beläuft sich auf je nach Land auf eine Zahl zwischen fünf und acht Millionen.

Die Firma Apple, die mit dem iTunes Store Vorbild für diverse ähnliche Online-Verkaufsplattformen wurde, verhält sich gegenüber den Lieferanten des Contents, also allemal kleinere und größere Medienunternehmen, äußerst selbstbewusst. Forderungen etwa nach einer Erhöhung der Lizenzgebühren seitens der Medienindustrie wurden ohne Umschweife abgelehnt.