Melody Maker

Melody Maker, 1929 als Zeitschrift für Musiker in London gegründet.

Das Blatt gilt als die älteste wöchentlich erschienene Musikzeitschrift. Zuletzt im selben Verlag (IPC Media) herausgegeben wie die Konkurrenz-Zeitschrift New Musical Express, wurde der Melody Maker 2000 eingestellt; einige der bei MM beschäftigten Journalisten wie auch die eine oder andere Rubrik wurden vom New Musical Express übernommen.

Bis Anfang der 1970er-Jahre galt der Melody Maker als die führende Zeitschrift auf dem Sektor, verlor zu Zeiten des Punks aber zunehmend an Leserinteresse und rangierte schließlich hinter NME und der seinerzeit extrem erfolgreichen Sounds auf dem dritten Platz in der Lesergunst. Seitdem galt der Melody Maker als ein wenig »betulich«; tatsächlich besetzte der New Musical Express die Themen der Zeit und verfügte über die informierten Schreiber. Diverse Umgestaltungen des MM fruchteten nicht; zuletzt versuchte der Verlag aus der Zeitschrift – früher billig im Zweifarb-Rotationsdruck (Rot und Schwarz) vervielfältigt – ein Hochglanz-Magazin in Farbe zu machen – ohne Erfolg.

Der Melody Maker hatte in den 1960er- und 1970er-Jahren neben der Berichterstattung über Musik und Musiker eine soziale Funktion für Musiker selbst: In seinem Anzeigenteil suchten Bands Musiker und Musiker Bands. So fanden sich über Anzeigen im Meldoy Maker u.a. Depeche Mode und Alan Wilder, Smashing Pumpkins und Jimmy Chamberlin, Duran Duran und Andy Taylor, Vince Clarke und Andy Bell und selbst Peter Gabriel und Genesis.