Rolling Stone

Rolling Stone, deutsche Musikzeitschrift, Lizenzausgabe der gleichnamigen, 1971 gegründeten amerikanischen Zeitschrift; der Name des Blattes bezieht sich – wie der Name der britischen Rock Band The Rolling Stones auf ein Blues-Stück des amerikanischen Blues-Musikers Muddy Waters. Der Rolling Stone erscheint monatlich.

Der deutsche Rolling Stone erschien erstmals 1994; Herausgeber war der Musikunternehmer Werner Kuhls, der den Deutsche Rolling Stone Verlag als geschäftliche Basis der Zeitschrift gegründet hatte. Seit 2002 gehört die Zeitschrift der Axel Springer Mediahouse GmbH und ist damit Teil des Axel Springer Verlags. Bereits in den 1980er-Jahren hatte es einen Versuch gegeben, das Blatt auch in Deutschland zu etablieren, doch war dieser erfolglos verlaufen.

Die Leitung der Redaktion übernahmen die deutschen Musikjournalisten Jörg Gülden (* 1944, † 2009) und Bernd Gockel; beide hatten zuvor für die deutschen Musikzeitschriften Sounds und Musikexpress gearbeitet. Entsprechend der Maßgaben der Lizenzierung hielt sich die deutsche Ausgabe des Rolling Stones dicht an die Machart der amerikanischen Mutter-Zeitschrift. Von Anfang an widmete sich das Blatt der »klassischen Rockmusik« der Jahre zwischen 1950 und 1975, von Fall zu Fall aber auch jüngeren Strömungen der Rockmusik. Häufig wurden und werden Artikel der amerikanischen Ausgabe übernommen. Dazu zählen auch ausführliche und gut recherchierte Features zu verschiedenen, auch sozialen und politischen Themen abseits des Musikmarktes. Da sich das Blatt als Kulturmagazin versteht, werden neben Neuerscheinungen auf dem Tonträger-Markt, die ihre Würdigung in mehr oder weniger ausführlichen Rezensionen finden, auch Bücher und Filme kritisch beachtet. Obligater Bestandteil der Zeitschrift sind diverse Charts der wichtigen Musikmärkte, aber auch Playlists von Redakteuren und Lesern. Zum publizistischen Angebot des Rolling Stone zählt auch eine umfangreiche Website.

Beim Rolling Stone, dessen Chefredaktion 2010 Rainer Schmidt (* 1964) übernahm, haben eine Reihe bekannter deutscher Musikjournalisten geschrieben, neben anderen Benjamin von Stuckrad-Barre und Wolfgang Döbeling. Die in einer Auflage von etwas mehr als 50 000 Exemplaren gedruckte Zeitschrift wurde einige Male von Musikern für Marketing-Zwecke genutzt: Prince etwa ließ 2010 der Zeitschrift seine eben erst veröffentlichte CD »20ten« beilegen.

Weblinks

www.rollingstone.de (Offizielle Website der deutschen Musikzeitschrift Rolling Stone)