Symphony X

Stichworte Progressive Metal | Concept Album | Orchester



Symphony X, Progressive-Metal-Band, 1994 in New Jersey gegründet

Bandbiografie

Der Gitarrist Michael Romeo (* 1968) hatte bereits in den Metal-Bands Phantom’s Opera und Gemini gespielt, als er mit dem Keyboardspieler Michel Pinnella (* 1969) ein Demo-Band aufnahm, dem die beiden Musiker den Titel »The Dark Chapter« gaben. Da das Band zumal in Japan einiges Interesse beim Publikum fand, entschlossen Romeo und Pinnnella sich, eine Band zu gründen, um den mit »The Dark Chapter« eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Zu Symphony X, wie sie ihre Formation nannten, gehörten neben ihnen selbst der Sänger Rod Tyler, eigentlich Rod Tyler Loiza, der Bassist Thomas Miller und der Schlagzeuger Jason Rullo. Das erste Album der Band, noch 1994 unter dem Titel »Symphony X« veröffentlicht, kam zunächst nur auf den japanischen Markt, nicht zuletzt, weil »The Dark Chapter« im Land der aufgehenden Sonnen überaus positiv aufgenommen worden war.
Die Band hatte sich allerdings noch nicht konsolidiert: Tyler ging, konnte aber bald durch den Sänger Russell Allen (* 1971) ersetzt werden. Mit ihm ging Symphony an die Aufnahmen zum zweiten Album. »The Damnation Game« (1995) wurde zwar dann auch in den USA veröffentlicht, doch eigentlich bekannt wurde Symphony X erst nach Veröffentlichung des Albums »The Divine Wings of Tragedy«. Die Aufnahmen hatten sich hingezogen, und als Rullo zeitweise die Band verließ, konnte Symphony X nicht auf Tournee gehen, um den kommerziellen Erfolg des Albums durch Konzerte anzuregen. Statt dessen gingen die Musiker an die Aufnahmen zum nächsten Album. Erst nach der Veröffentlichung von »Twilight in Olympus« (1998); erst nach Veröffentlichung der CD gab die Band erstmals Konzerte. Einer Tour durch Japan schloss sich eine Welttournee an. Dabei stellte sich allerdings heraus, dass Bassist Miller sich den Anforderungen der Konzertreisen nicht gewachsen fühlte und die Band verließ; für ihn kam Michael Anthony LePond III )* 1966), ein Routinier, der parallel zu seinem Engagement bei Symphony X noch in weiteren Metal-Bands spielt.
Als Rullo wieder einsatzbereit war, ging die Band wieder ins Studio und legte 2000 »V: The New Mythology Suite« vor. Symphony X öffnete sich damit weiter dem Progressive Metal, handelte es sich bei der CD doch um ein Konzeptalbum, dessen Vorlage der Mythos von Atlantis war. Bruchstücke aus traditioneller Kunstmusik und eine Rock-Suite – »Rediscovery« – deuteten den weiteren Weg den Band an. »Th eOdyssey«, 2002 veröffentlicht, wiederum ein Konzeptalbum, enthielt eine siebenteilige Suite, thematisch an Homers Epos orientiert.
Nach einer Jahre dauernden Phase, währen der Pinnella und Allen Solo-Alben vorlegten, veröffentlichte Symphony X 2007 »Paradise Lost«, ein sich auf John Miltons (* 1608, † 1674) Buch gleichen Titels (Paradise Lost; 1667; endgültige Fassung 1674) beziehendes Konzeptalbum.
Der Progressive Metal, den Symphony X auf ihren Alben vorführen, basiert einerseits auf Elementen des Thrash Metal, andererseits auf Paraphrasen symphonischer Werke, wie sie etwa auch in der Musik zu Fantasy- und Katastrophenfilmen verwendet werden. Dabei hatte die Band auf den ersten Alben zunächst eine Mischung von Hardrock, Streicherklängen und Keyboard-Einsprengseln gesetzt. Noch »Sonata« (»Twilight in Olympus«; 1998), eine Bearbeitung des zweiten Satzes der Sonate für Klavier Nr. 8 c-Moll op. 13 (»Pathétique«) von Ludwig van Beethoven, wurde mit E-Gitarre, synthetischen Streichern und einer halbwegs originalen Klavierbegleitung eingespielt. Nach der Jahrtausendwende ist die Musik der Band zwar eher dem Heavy Metal zuzurechnen, doch hatten Romeo und Pinnella ihr Dungeon genanntes Studio ausgebaut und avancierte Sample-Libraries von Orchester-Intrumenten gekauft. Auch die Themen der Suiten auf den Konzeptalben wurden anspruchsvoller, Werke von Homer und Milton dienten als Vorlage, wenn auch die Texte allemal selbst verfasst worden waren. Das alles geschieht nicht ohne Bruch, mitunter stehen Rockband und Orchester disparat nebeneinander und zumindest bei »Paradise Lost« haben Orchester und Chor oft lediglich koloristische Funktion im Hintergrund. Eben hierin trifft sich die Musik der Band mit den Maßgaben der Musik für Fantasy-Filme.



Diskografie

Symphony X (1994)
The Damnation Game (1995)
The Divien Wings of Tragedy (1997)
Twilight in Olympus (1998)
V: The new Mythology Suite (2000)
Live on the Edge of Forever (2001)
The Odyssey (2002)
Paradise Lost (2007)



Weblink

http://www.symphonyx.com/ (Offizielle Website der amerikanischen Progressive-Metal-Band Symphony X)