Altamont Speedway

Altamont Speedway, Autorennbahn nordöstlich von San Francisco; die Rennbahn wurde in dieser Funktion seit den späten 1960er-Jahren nicht mehr genutzt.

Nicht ganz sechs Monate nach dem Woodstock Festival, am 6. Dezember 1969, gaben die Rockgruppe The Rolling Stones auf diesem Gelände zum Abschluss ihrer USA-Tournee ein Freikonzert; Jefferson Airplane, The Flying Burrito Brothers und Crosby, Stills, Nash & Young traten im Vorprogramm auf. Vor 350 000 Zuhörern kam es während des Konzerte zu einer in einer Kette von Gewalttaten. Es gab zahlreiche Verletzte und Todesfälle; direkt vor der Bühne wurde der junge Schwarze Meredith Hunter ermordet. Neben überstürzter, schlechter Vorbereitung sowie unkontrolliertem Alkohol- und Rauschgiftkonsum wirkte sich das Heranziehen der kalifornischen Rocker-Organisation The Hell’s Angels als Ordnungshüter äußerst fatal aus. Der Live-Film »Gimme Shelter« (1972) vermittelt ein anschauliches Bild von den unheilvollen Zuständen, in deren Zeichen das Konzert stattfand und die eine breite Öffentlichkeit gegen die Veranstaltung weiterer Festivals stimmte.

Literatur

Siegfried Schober (Hg.): Let It Bleed. Die Rolling Stones in Altamont. Berichte und
Fotos; München 1970