Greenwich Village

Greenwich Village, Stadtteil von Manhattan in New York, häufig auch nur The Village genannt; das Gebiet wird umschlossen von der 14. Straße, der Houston Street, dem Hudson River und dem Broadway; der Name leitet sich von dem holländischen Wort »Groenwijck« ab, soviel wie »Grüner Bezirk«.

Das Viertel wurde über New York hinaus als Künstlerviertel bekannt und zog auch Jazz- und Folkmusiker an. Innerhalb des Greenwich Village befinden sich einige bedeutende Kulturstätten, so etwa das Lucille Lortel Theater, das Cherry Lane Theater, die Jazz-Clubs Village Vanguard – hier traten neben vielen anderen auch der Saxophonist John Coltrane und der Pianist Bill Evans auf -, The Village Gate, The Blue Note, des weiteren Thirdside, Gerde’s Folk City, The Bitter End, das Cafe Au Gogo, das Cafe Wha?, das Gaslight Cafe, The Bottom Line und das Cornelia Street Cafe; nicht alle diese Lokale existieren noch. Auch der Konzertsaal Fillmore East befand sich in Greenwich Village. Zeitweise lebten Bob Dylan, Steve Earle und der Folk-Gitarrist Dave von Ronk in dem Stadtteil; Earle widmete sich mit seinem Album »Washington Square Serenade« (2007) der Atmosphäre in Greenwich Village.
Die Kaffeehäuser zogen seit den 1950er-Jahren vor allem Folk-Musiker an, die hier stets leichter Auftrittsmöglichkeiten als im übrigen New York fanden. Hier auch wurde eine spezifische amerikanische Form der Folk Music entwickelte, in der städtische Themen mit einer ländlichen Musik kombiniert wurden. So waren in Greenwich Village etwa Phil Ochs, The Mamas & The Papas, Peter, Paul & Mary und Simon & Garfunkel häufig zu hören; letztere setzten dem Viertel mit dem Song »Bleeker Street« (1965) ein Denkmal. Zu den Rockbands, die im Greenwich Village mehr oder weniger häufig auftraten gehörten etwa The Fugs, The Holy Modal Rounders, James Taylor, The Godz, The Left Banke und Lothar & The Hand People. Dem Leben in Greenwich Village widmet sich die Stadteilzeitung »The Village Voice«, deren Kulturberichterstattung überregionale Bedeutung erreichte.
Die Aufmerksamkeit, die die florierende Künstler-Szene dem Viertel verschaffte, führte gegen Ende der 1960er-Jahre zu rasant steigenden Mietkosten, so dass sich die Künstler aus dem Village zurückzogen und in andere Stadteile abwanderten. Das Image des Greenwich Villages als Stätte der Musik und der Kunst erhielt sich dennoch.



Webklinks

http://www.Villagevoice.com (Website der New Yorker Zeitung The Village Voice)
http://www.gvshp.org/ (Website mit ausführlichen Informationen zur Geschichte des New Yorker Stadtteils Greenwich Village)