Père Lachaise

Père Lachaise, umgangssprachliche Kurzform des Namens des im Osten von Paris gelegenen Friedhofs Cimetière du Père-Lachaise; auf dem Friedhof haben zahlreiche bekannte Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte gefunden, darunter auch viele Musiker, neben anderen der amerikanische Rocksänger Jim Morrison.

Der Friedhof wurde Anfang des 19. Jahrhunderts geplant und ist einer der ersten Friedhöfe, der nicht von der Kirche eingerichtet wurde, sondern von der Stadt; dem entsprechend spielt das religiöse Bekenntnis der dort Beerdigten keine Rolle; de Père Lachaise ist gleichermaßen Friedhof für Katholiken, Protestanten, Juden und Moslems, aber auch für Nicht-Gläubige und Mittellose. Seinen Namen erhielt der Friedhof aufgrund der Tatsache, dass das Gelände einst dem Jesuiten-Pater François d’Aix de La Chaise (* 1624, † 1709), genannt Père Lachaise, gehört hatte.

Die erste Beerdigung fand 1804 statt, seitdem wurden hier etwa eine Million Menschen begraben. Es ist möglich, auf dem Friedhof eine Dauergrabstätte zu erhalten, von denen es etwa 69 000 gibt. Der Friedhof steht als Ganzes unter Denkmalschutz.

Auf dem Père Lachaie sind zahlreiche Grabstätten bekannter Persönlichkeiten des 19. und 20. Jahrhunderts zu finden, darunter auch Musiker wie Marietta Alboni, Charles Valentin Alkan, Daniel-François-Esprit Auber, Gilbert Bécaud, Georges Bizet, Maria Callas, Jacques Canetti, Luigi Cherubini, Frédéric Chopin, Sophie Cruvelli, Paul Dukas, George Enescu, Stéphane Grappelli, Yvette Guilbert, Mezz Mezzrow, Georges Moustaki, Michel Petrucciani, Ignaz Josef Pleyel, Francis Poulenc und Gioachino Rossini. Ein besonderer Anziehungspunkt für die jährlich etwa zwei Millionen Friedhofsbesucher ist auch das Grab des Sängers der amerikanischen Rockgruppe The Doors, Jim Morrison, der hier am 7. Juli 1971 in der 6. Division, 2. Reihe, Grab 5 beerdigt wurde. Das Grab wurde mehrmals umgebaut. Nachdem eine kleine Grabtafel aus Stein bereits 1973 gestohlen worden war, erhielt das Grab 1981 einen Grabstein, wurde 1990 aber komplett umgebaut und mit einer Bronzetafel versehen. Allzu zudringliche Fans des Sängers, die auch unerlaubte nächtliche Besuche vornehmen, werden seit Anfang der 1990er-Jahre durch einen die Grabstätte absichernden Zaun auf Distanz gehalten.

Weblink

www.Pere-Lachaise.com (Website mt Lageplan des Pariser Friedhofs Père Lachaise und virtuellem Rundgang)