a-ha

a-ha, norwegische Pogruppe, 1982 aus dem von Pål Waaktaar (* 1961; Gitarre, Komposition, Text) und Magne Furuholmen (* 1962; Keyboards, Komposition, Text) gebildeten Duo Bridges hervorgegangen; Waaktaar nennt sich seit seiner Heirat 1994 Paul Waaktaar-Savoy.

Bandbiografie

Noch 1982 stieß der Sänger Morten Harket (* 1959) zu dem Duo, nachdem er dessen Song »Lesson one« gehört hatte; gemeinsam gingen die drei Musiker nach London, in der festen Absicht, mit der eigenen Musik erfolgreich zu sein. Bis Ende 1983 hatten sie nicht nur ein eigenes Management zusammengestellt und einen Vertrag bei der Plattenfirma Warner Brothers unterschreibend, sondern in zahlreichen Aufnahmesessions »Lesson one« – der Song trug nunmehr den Titel »Take on me« – 1984 zur Veröffentlichungsreife gebracht. »Take on me« war allerdings nicht vom ersten Tag an erfolgreich, sondern wurde wieder und wieder bearbeitet und zweimal erneut veröffentlicht. Die von dem Produzenten Alan Tarney verantwortete Fassung brachte dann den gewünschten Erfolg: »Take on me« erreichte in mehr als einem Dutzend Länder der Welt die Top-Positionen der Hitparaden und fand mehr als sieben Millionen Käufer. Wesentlichen Anteil am Erfolg der Single hatte das dazugehörige Video, das bei dem noch jungen Musiksender MTV mehrmals am Tag zu sehen und selbst preiswürdig war. Es zeigt in einer virtuosen Mischung von Zeichentrick- und Realfilm eine makabre, aber glücklicherweise gut ausgehende Liebesgeschichte, in der Sänger Morten Harket eine Hauptrolle spielt.
Mit der noch im selben Jahr vorgelegten zweiten Single, »The sun always shines on TV« konnte die Gruppe den Erstling zwar nicht ganz übertrumpfen, dennoch hatte a-ha mit erneuten Hitparaden-Erfolgen bewiesen, dass eine norwegische Gruppe dauerhaft international erfolgreich sein konnte – in Großbritannien stieg die Single sogar auf den ersten Platz der Hitparade, was mit »Take on me« nicht gelungen war. Als dann schließlich das Album »Hunting high and low« 1985 veröffentlicht wurde, konnte der Erfolg der CD nicht ausbleiben.
Mit den Alben »Scoundrel days« (1986) und »Stay on these roads« (1987) stellt das Trio den lupenreinen Pop des ersten Albums etwa in den Hintergrund und setzte auf typische Elemente der Rockmusik, nicht zur Freude aller gewonnen Fans. Zwar waren die Alben wiederum auf den vorderen Rängen der internationalen Hitparaden zu finden, die Verkäufe ließen aber nach – zählten aber weiterhin nach Millionen. Noch befand sich die Band auf der Sonnenseite der Popmusik, wurde eingeladen, für den James-Bond-Film »Der Hauch des Todes« (1987) die obligate Hymne abzuliefern dun entledigte sich dieser Aufgabe mit »The living daylights«. Dennoch sahen sich die drei Musiker gezwungen, auf die langsam aber stetig sinkenden Verkäufe zu reagieren: »East of the sun – West of the moon« (1990) war der Versuch, radikal mit den Pop-Sounds der vergangenen Tage zu brechen. Als aber »Memorial Beach« (1993) weltweit nicht mal mehr eine Million Verkäufe einbrachte, trennte sich das Trio.
Nachdem die Musiker 1998 zu einem umjubelten Konzert 1998 wieder zusammengekommen waren, entschlossen sie sich, noch einmal eine CD aufzunehmen. »Minor earth major sky« erschien 2000, gelangte hier und da in die oberen Ränge der Hitparaden, erreichte aber längst nicht mehr die Verkaufszahlen der früheren CDs – nicht zuletzt wohl auch aufgrund des sich verändernden Musikmarktes. So setzte sich die Erfolgsgeschichte a-has zwar auch mit den folgenden Alben und Zusammenstellungen auf der einen Seite fort, andererseits zeigte sich dies aber nicht mehr in millionenfachen Verkäufen der CDs.
Zu Beginn ihrer Karriere hatte die Gruppe ein erhebliches Imageproblem, das sie auch im Laufe ihrer Karriere und trotz aller stilistischen Veränderungen nicht wirklich bewältigen konnte: Der von Synthesizern geprägte Klang ihrer Songs, das nette, frisch gewaschene Aussehen der noch sehr jungen Männer veranlasste Musikpresse und einen Großteil des Publikums, die Band als kurzlebige Erscheinung im Leben von Teenies anzusehen. So sind wenigstens die Songs »Take on me« und »The sun always shines on TV« zwar Klassiker der Popmusik, legten die Band aber trotz aller Gegenwehr auf dieses Image fest. Gleichzeitig ist das Trio, das auch im neuen Jahrtausend eine Rolle spielte und etwa zu Live8 eingeladen wurde, mit seiner Musik so sehr auf die Klangwelt der 1980er-Jahre festgelegt – nicht zuletzt schon aufgrund der verwendeten Synthesizer –, dass es ihm nicht gelingen konnte, ein neues Publikum zu gewinnen.

Diskografie

Hunting High and Low (1985)
Scoundrel Days (1986)
Stay On These Roads (1988)
East Of The Sun, West Of The Moon (1990)
Memorial Beach (1993)
Minor Earth Major Sky (2000)
Lifelines (2002)
Analogue (2005)
Foot of the Mountain (2009)

Weblink

www.a-ha.com (Website zu der norwegischen Band a-ha)