Gwen Stefani

Stefani, Gwen Renée, amerikanische Rock- und Popsängerin, * Fullerton (Kalifornien) 3.10.1969.

Biografie

Gwen Stefani kam durch ihren Bruder Eric zur Musik: Er fragte sie 1986, ob sie nicht in seiner Gruppe No Doubt, damals eine Ska-Band, neben dem Sänger John Spence auch einige Gesangsparts übernehmen wolle. Als Spence sich 1987 das Leben nahm, rückte sie an seine Stelle und füllte seitdem nicht nur die Rolle der alleinigen Sängerin der Band aus, sondern wurde auch zum Erkennungszeichen No Doubts. Unter ihrem Einfluss und nicht zuletzt, weil ihr Bruder die Gruppe verlassen hatte, wurde No Doubt zu einer schillernden Pop-Band, die mit den millionenfachen Verkäufen des Albums »Tragic kingdom« (1995) schließlich auch erheblichen kommerziellen Erfolg hatte.
Nach der Jahrtausendwende veröffentlichte No Doubt zwar weiter CDs, doch drifteten die Mitglieder der Gruppe auseinander. Gwen Stefani beteiligte sich an den Aufnahmen von Musikern wie Moby und Brian Setzer, und eine gemeinsame Single mit der Rapperin Eve hatte ihr 2002 sogar einen Grammy eingebracht. Folgerichtig entschloss sie sich 2004, eine Solo-Karriere einzuschlagen.
Ihr Debüt-Album als Solistin wurde noch 2004 unter dem Titel »Love.Angel.Music.Baby« veröffentlicht. Die Ska-Einsprengsel waren aus ihrer Musik verschwunden, diverse Produzenten hatten ihren Songs einen zwar höchste zeitgemäßen, letztlich aber aus diversen musikalischen Quellen vergangener Tage schöpfenden Stil gegeben. Die an die Popmusik der 1980er- und frühen 1990er-Jahre erinnernden Kompositionen waren weltweit überaus erfolgreich und brachten der platingeblondeten Sängerin mehrere Nominierungen für einen Grammy ein, ohne dass sie schließlich einen erhielt.
Die zweite CD, »The Sweet Escape«, erschien 2006. Der Gesamtklang hatte sich durch den Einsatz vor allem elektronischer Klangerzeuger weiter verändert. Wieder hatte Gwen Stefani zahlreiche Produzenten und Musiker hinzugezogen und die Popmusik vergangener Tage geplündert – in dem Song »Wind it up« aber auch gejodelt.
Neben ihrer musikalischen Karriere widmet sich Gwen Stefani mit gleichem Einsatz ihren Mode-Firmen. 2004 gründete sie das Label L.A.M.B., im Jahr darauf das Label Harajuku Lovers. Geschickt verbindet die ohnehin als modische Trendsetterin geltende Stefani dabei die Elemente ihrer Shows mit den Erfordernissen des Marketings ihres Mode-Labels.
Gwen Stefani kann als »Schülerin« Madonnas gesehen werden: Wie diese nutzt sie mit ihrer zwar zeitgemäßen und teilweise sogar modischen, aber dennoch vertraut erscheinenden Musik den Vorteil großer Popularität für sämtliche anderen ihrer Aktivitäten, etwa für ihre Modefirmen wie auch für eine kleine Filmkarriere , wie die kleine Rolle als Jean Harlow in M. Scorseses Film »The Aviator« (2004) belegt. Ihre Stimme, mit der sie ebenso überzeugend Schnulzen wie »Now that you got it« und »4 in the morning« singt wie wirbelnde Raps produziert, ist sogar in Video-Spielen zu hören (»Malice«, 2004).



Auszeichnungen

2002 Grammy in einer Kategorie
2005 Brit Award in einer Kategorie



Diskografie

Love.Angel.Music.Baby. (2004)
The sweet escape (2006)



Weblink

http://www.gwenstefani.com (Offizielle Website der amerikanischen Sängerin Gwen Stefani)