Jennifer Lopez

Lopez, Jennifer Lynn, amerikanische Filmschauspielerin und Popmusikerin (Gesang, Produktion), * New York 24. 7. 1969; ihr Spitzname J. Lo wurde zum Markenzeichen.

Jennifer Lopez stammt aus einer in New York lebenden puertoricanischen Familie. Nach der Schulzeit nahm sie für kurze Zeit ein Studium auf, arbeitete dann aber in einer Anwaltskanzlei. Zu dieser Zeit hatte sie bereits privat eine Tanzausbildung begonnen, um Tanzlehrerin zu werden und neben der Berufstätigkeit als Tänzerin zu arbeiten.
Karrierebeginn als Tänzerin
Im Laufe der 1990er-Jahre gelang es Jennifer Lopez allmählich, sich als Tänzerin einen Namen zu machen. So wurde sie für diverse Fernsehproduktionen verpflichtet und auch für ein Video von Janet Jackson engagiert. Bald sprach man sie auch wegen kleinerer Rollen in TV-Serien an und schließlich erhielt sie Nebenrollen in Filmen wie
»Jack« (1996; Regie F.F. Coppola) oder »Blood and Wine« (1996, Regie Bob Rafaelson).
Die Schauspielerin
Bereits 1997 spielte sie ihre erste Hauptrolle in einer Kinoproduktion. Der Erfolg von »Selena – Ein amerikanischer Traum« (Regie: Gregory Nava) verschaffte ihr einige Reputation und gleich eine weitere Rolle, dann engagierte sie Oliver Stone für seinen Film »U-turn – Kein Weg zurück« (1997), der allerdings milde floppte. Dennoch hatte sie sich mit diesen wenigen Filmen in Hollywood etabliert und konnte Jahr um Jahr in diversen Filmen auftreten. Nicht alle waren erfolgreich, doch war sie an der Seite von ergrauten Größen wie Richard Gere in dem Remake von »Shall we dance?« (deutsch: »Darf ich bitten?«; 2004; Regie: Peter Chelsom) oder Jane Fonda in »Das Schwiegermonster« (2005; Regie: Robert Luketic) stets für gefüllte Kinokassen gut.
Ende der 1990er-Jahre verlief die Karriere der Sängerin ohne größere Höhen und Tiefen, so dass sie ein Angebot von Sony annahm und einen Plattenvertrag unterschrieb. Bereits ein Jahr später kam »On the 6« auf den Markt. Sony hatte gar nicht erst versucht, Jennifer Lopez etwa gegen Janet Jackson oder Mariah Carey in Stellung zu bringen, sondern setzte auf die in den USA lebenden und mittlerweile als Käufer bedeutsam gewordenen Lateinamerikaner: Musik zum Tanzen, mit Elementen lateinamerikanischer Musik vorsichtig angereichert, zum größten Teil in englischer Sprache, dazwischen aber immer wieder mal ein Song in spanischer Sprache. Für die Produktion verließ man sich auf Routiniers wie Rodney Jerkins und Corey Rooney. Tatsächlich schien die Zeit reif für einen derartigen Mix, die CD konnte mehr als sieben Millionen mal verkauft werden und gehörte zu den Auslösern des Latin Pop, wie er um die Jahrtausendwende für den Musikmarkt bedeutsam wurde. So hatte Jennifer Lopez mit ihrer zweiten CD, »J. Lo« (2001) noch mehr Erfolg als mit dem Debütalbum, ohne dass sie das Konzept verändert hatte. Ein Remix des auf der CD enthaltenen Songs »I´m real« war so erfolgreich, dass 2002 ein Remix des kompletten Albums folgte und der Sängerin zu Notierungen in den Top-Ten diverser Hitparaden verhalf. Den weltweiten Einbruch des Plattenmarktes zu Beginn des Jahrhunderts bekam zwar auch Jennifer Lopez zu spüren, doch war das vierte Album, »This is me … then« 2002 kaum weniger erfolgreich als die Vorgänger.
Bis dahin hatte Jennifer Lopez nur gelegentlich einen Song in spanischer Sprache gesungen. 2007 veröffentlichte sie mit »Como ama una mujer« ein komplettes Album in Spanisch. An der CD, deren Aufnahmen sich über mehrere Jahr hingezogen hatten, hatten wiederum erfahrene Produzenten wie Julio Ryes und Estéfano sowie Marc Anthony mitgewirkt. Der Erfolg des Albums stellte sich langsamer als erwartet ein, wenn auch die ausgekoppelten Singles hier und da die Top-Positionen der nationalen Hitparaden einnahmen. In den USA platzierte sich das Album erwartungsgemäß in den Latin-Charts.
Das Album wirkte dennoch wie eine Dreingabe, denn schon Ende 2007 erschien wieder eine CD der Sängerin: »Brave« war, anders als das mit vielen Balladen versehene »Como ama una mujer« ein für Jennifer Lopez typisches Album.
Jennifer Lopez ist ein Beispiel für die Verwirklichung des American Dream. Aus ihrem Talent und einer profunden Tanzausbildung machte sie eine Weltkarriere als Schauspielerin und Sängerin. Sie gilt als reichste US-Amerikanerin lateinamerikanischer Herkunft. Und wenn sie auch von Filmregisseuren meist typgerecht als etwas geheimnisvolle Latina, die auch mal tragisch dreinblicken darf, besetzt wird, so waren einige ihrer Filme an der Kasse durchaus sehr erfolgreich, nicht zuletzt auch Dank mitspielender etablierter Hollywood-Kollegen wie etwa Richard Gere in dem Re-Make »Darf ich bitten?«(2005). Wohlkalkuliertes Risiko – so geht Jennifer Lopez auch in ihrer Musik vor: Sie verheimlicht ihre lateinamerikanische Herkunft nicht, stellt sie aber auch nicht in den Vordergrund. So singt sie zumeist in englischer Sprache, greift in Form und Arrangement ihrer Songs aber immer wieder auf die erprobten Mittel lateinamerikanischer Musik zurück. Sie kennt die Grenzen ihrer Stimme und versucht gar nicht erst, gegen Gesangs-Heroinen vom Schlage Whitney Houstons oder Mariah Careys anzusingen. Die Vorsicht aber, mit der sie ihr musikalisches Spektrum behutsam erweitert, lässt ihre Musik mitunter seltsam statisch wirken. So sichert sie sich immer wieder die Mitarbeit aktuell erfolgreicher Produzenten, für ihr Album »Brave« (2007) waren es ein halbes Dutzend, um zeitgemäß zu erscheinen.
Jennifer Lopez betreibt, wie auch andere Popmusiker, neben ihrer Karriere als Filmschauspielerin und Popsängerin zwei Mode-Labels. »JLO by Jennifer Lopez« wurde 2001 gegründet, 2005 »Sweetface«; für Kinder gründete sie 2007 das Modelabel »Just Sweet«. Seit 2002 kreiert sie auch eigene Parfumes. Darüber hinaus ist die Sängerin Inhaberin eines Restaurants in Pasadena. Zusammen mit ihrem Manager Benny Medina ist sie Besitzerin der Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft Nuyorican Productions.
Jennifer Lopez hatte bereits zwei nur wenige Monate dauernde Ehen hinter sich, als sie 2004 den Sänger und Plattenproduzenten Marc Anthony heiratete; zwischenzeitlich war sie Verbindungen unter anderem mit Ben Affleck eingegangen. Anfang 2008 brachte Jennifer Lopez die Zwillinge Max und Emme zur Welt.



Filme

Streetgirls (1987)
Meine Familie (1995)
Money train (1995)
Jack (1996)
Blood and wine – Ein tödlicher Cocktail (1997)
Selena – Ein amerikanischer Traum (1997)
Anaconda (1997)
U-Turn – Kein Weg zurück (1997)
Out of sight (1998)
The Cell (2000)
Wedding Planner – verliebt, verlobt, verplant (2001)
Angel eyes (2001)
Genug – Jeder hat eine Grenze (2002)
Manhattan love story (2002)
Liebe mit Risiko – Gigli (2003)
Jersey girl (2004)
Darf ich bitten? (2005)
Das Schwiegermonster (2005)
Ein ungezähmtes Leben (2005)
Bordertown (2006)
El Cantante (2006)



Diskografie

On the 6 (1999)
J.Lo (2001)
J to tha L-O: The remixes (2001)
This is me… Then (2002)
The reel me (2003)
Rebirth (2005)
Como ama una mujer (2007)
Brave (2007)



Weblinks

http://www.jenniferlopez.com (Offiziellel Website der amerikanischen Schauspielerin und Popsängerin Jennifer Lopez)
http://www.jenniferlopez.de (Offizielle deutsche Website der amerikanischen Schauspielerin und Popsängerin Jennifer Lopez)