Joana Zimmer

Zimmer, Joana, deutsche Popsängerin, * Freiburg (Breisgau) 27.10.1981.

Biografie

Joana Zimmer, von Geburt an blind, interessierte sich bereits als Kind intensiv für Musik und insbesondere für Gesang, so dass sie schon im Alter von 15 Jahren mit Jazz-Standards auftrat. Im Alter von 18 Jahren lässt sie dann auf eigene Kosten einen dieser Auftritte mitschneiden (»Pieces of dreams – Live at the Trane«; 1999), und es gelingt ihr, damit bei der Plattenfirma Universal eine Vertrag zu bekommen. 2005 veröffentlichte Universal mit »I believe (Give a little bit)« die erste Single der Sängerin, die damit auf Anhieb in die Top Ten der deutschen Hitparade aufstieg (Platz 2). Ähnlich erfolgreich war die wenig später folgende CD, »My Innermost«, die zeitweise den fünften Platz der Charts einnahm. Umsichtig hatten Sängerin und Plattenfirma das Debüt-Album geplant und nichts dem Zufall überlassen: Das Album enthielt Songs von u.a. Burt Bacharach, Andreas Carlsson, Gary Barlow und Nik Kershaw. Dies war fortan das Rezept für die Produktionen der Sängerin: Songs von namhaften Songwritern der ersten Kategorie, Aufnahme in international erstklassigen Studios, an amerikanischen Vorbildern orientierte Produktion.
Für das dritte Album, »Showtime« (2008) zog Zimmermann ein komplettes Orchester hinzu und sammelte einmal mehr Songs, die ihre Meriten hatten: »The logical song« von Supertramp, »50 ways to leave your lover« von Paul Simon, »Sign your name« von Terence Trent D´Arby und andere mehr. Für die Produktion waren etwa Brio Taliaferro und Pete Kirtley verpflichtet worden. Für einige Songs hatte die Sängerin Gesangspartner engagiert, so Xavier Naidoo, Stefan Gwildis und Boyz II Men.
Joana Zimmermann kann, was Stimme und Gesangstechnik betrifft, jedem Vergleich mit z. B. Barbra Streisand und Celine Dion standhalten; tatsächlich erinnern die Interpretationen der von ihr klug ausgewählten Songs aber vor allem an die amerikanische Sängerin Faith Hill. Die sorgfältige Produktion der CDs vervollständigt das Bild – die Wurzeln der Sängerin im Jazz blieben dabei allerdings auf der Strecke und machten einem international zwar verbindlichen und erfolgreichen, aber eben auch etwas stereotypen Klang Platz.



Diskografie

Pieces of Dreams – Live at the Trane (1999)
My Innermost (2005)
The Voice in Me (2006)
Showtime (2008)