Lily Allen

Allen, Lily Rose Beatrice, britische Popsängerin und TV-Moderatorin, * London 2.5.1985; Lily Allen ist die Tochter des britischen Schauspielers Keith Allen und seiner früheren Frau, der Filmproduzentin Allison Owen.

Lily Allen fasste nach turbulenter Schulzeit und sanftem Nachschub ihrer Eltern schon als Teenager Fuß in der Medienwelt: 1998 übernahm sie in dem Film »Elizabeth« (1998; Regie: Shekar Kapur) eine kleine Rolle als Hofdame; Mama produzierte den Film. Da hatte Lily Allen aber schon Erfahrung im Licht der Scheinwerfer gesammelt: Ihr Vater hatte sie 1988 für eine von ihm geschriebene Folge der TV-Reihe »The Comic Strip presents…« vor die Kamera geschoben. Das Interesse der Tochter galt allerdings mehr der Musik, hatte sie doch bei einem ihrer Schullehrer ein wenig Gesangsunterricht erhalten und sich an das Verfassen von Songtexten gewagt. Die wiederum hielt der Musikkaufmann George Lamb für beachtlich und mit Hilfe von Papa bekam das Jungtalent für das Einsingen von einigen Folksongs einen Vertrag bei Warner Bros. Eine erwartete CD kam indes nicht zustande und Warner ließ den Vertrag auslaufen.

Zwar begann Lily Allen daraufhin eine Lehre als Blumenbinderin, doch ließ das Musikgeschäft sie nicht mehr los: Lamb brachte sie 2004 mit dem Produzentenduo Future Cut zusammen, das mit ihr gemeinsam einige Songs einspielte und diese Demos an Plattenfirmen versandte. Bei einem Unterlabel der EMI, Regal Records, unterschrieb Lily Allen schließlich einen Plattenvertrag.

Dann wurde die umtriebige Sängerin in eigener Sache tätig, konstruierte bei Facebook eine eigene Seite und stellte dort einige Demo-Aufnahmen bereit. Wenige Wochen später und nach eindringlichem Zuspruch der Internet-Gemeinde veröffentlichte sie den Song »LDN« als Single. Der Erfolg dieser Single wiederum ermöglichte es ihr nun endlich, eine komplette CD bei Regal einzuspielen.

»Alright, still« erschien 2006 und enthielt mit »Smile« und »LDN« gleich zwei Hits. »Smile«, ein freundlich dahinplätschernder Reggae-Song, brachte es in Großbritannien sogar auf die Top-Position der Charts. Später ausgekoppelte Singles waren dann zwar nicht mehr so erfolgreich, Allen aber nun ein bekannter Star wenigstens in Großbritannien: Die BBC engagierte Allen als Moderatorin einer eigenen Talk-Show, »Lily Allen and friends«, in der es der Sängerin vor allem um Freunde im Internet zu tun war. Ihre Karriere war allerdings ohnehin sicher: Als 2009 mit »It’s not Me, it’s You« ihre zweite LP auf den Markt kam, sprang die CD binnen kürzester Zeit auf den ersten Platz der britischen Hiptarade und selbst in den USA fand die Musik Allens genug Interessenten, um die Platte bis auf Platz fünf der Charts zu kaufen.

In der Tat ist Lily Allens Karriere ohne das Internet und Foren wie Youtube und Facebook undenkbar. Listig nutzte sie ihre Seite bei Facebook als Marketinginstrument und brachte damit ihre Plattenfirma dazu, tatsächlich eine CD zu veröffentlichen. Ist sie auch bei fast allen Songs dieser CD als Koautorin genannt, so sind unter den Namen der Autoren und Produzenten ausgebuffte Größen des Geschäfts wie z.B. Mark Ronson und Coxxon Dodd zu finden. Die entspannten Popsongs, mehrheitlich Ska- und Reggae-Kompositionen, von ihr mit kleiner Stimme vorgesungen, fanden ihr Publikum nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die britische Boulevardpresse, bekanntermaßen wenig zimperlich, in Allens Lebensstil häufig genug Grund fand, sie auf den vorderen Seiten zu würdigen.

Diskografie

Alright, still (2006)
It’s not Me, it’s You (2009)

Weblinks

www.lilyallenmusic.com (Offizielle Website der britischen Popsängerin und Fernsehmoderatorin Lily allen)
www.lilyallen.de (Offizielle deutsche Website der britischen Popsängerin und Fernsehmoderatorin Lily Allen)