Marina and the Diamonds

Stichworte Roxy Music | The Dresden Dolls | Regina Spektor



Marina and the Diamonds, eigentlich Marina Lambrini Diamandis, britische Popsängerin griechisch-britischer Abstammung, * Abergavenny (Wales) 10.10. 1985; der Name bezeichnet keineswegs eine Sängerin und ihre Band, sondern ist eine Ableitung aus dem Namen Diamandis.

Marina Diamandis nahm nach Abbruch eines im Alter von 18 Jahren begonnenen Studiums in London eine Tanzausbildung auf, brach diese jedoch ebenfalls wieder ab und nahm stattdessen an der West London Music School Gesangsunterricht. Bald schon sang sie in Musical-Produktionen im Londoner Westend, begann eigene Leider zu komponieren und brachte 2007 auf eigene Rechnung die EP »Mermaid Vs. Sailor« auf den Markt. Das machte die Sängerin immerhin so bekannt, dass sie 2008 für das Vorprogramm der Konzerte des australischen Sängers Gotye engagiert wurde. 2009 legte sie die Single »Obsessions« vor, mit der sie die Aufmerksamkeit von Warner Music erregen konnte und schließlich bei dem mit Warner verbundenen Label 679 Recordings einen Vertrag unterschreiben konnte. 679 Recordings sah in Marina Diamandis Kompositionen zwar ein gewisses Potential, stellte ihr aber mit Pasqual Gabriel, Richard Stannard und Liam Howe drei ausgebuffte Produzenten zur Seite, die zum Teil seit Jahrzehnten in der britischen Pop- und Rockmusik aktiv und erfolgreich waren: Gabriel, früher bei der Punk-Band The Razors, hatte mit Erasure, Debbie Harry, New Order, Rachel Stevens, Kylie Minogue und vielen anderen zusammengearbeitet, Stannard betrieb mit Biffco eine Produktionsfirma, zu deren Kunden neben anderen Kylie Minogue, Sophie Ellis-Bextor und die Spice Girls gehörten, Liam Howe hatte schon für Marilyn Manson, Natalie Imbruglia und Adele komponiert. Alle drei waren auf der Höhe der Zeit: Das mit Hilfe von Gabriel, Stannard und Howe produzierte Debütalbum der Sängerin, »The Family Jewels« (2010), fand mühelos seinen Platz in der Reihe der Alben etwa von Kate Nash, Lilly Allen und Florence and the Machine fand und sich bald bis auf den fünften Platz der britischen Charts vorschob.
Marina and the Diamonds Album »The Family Jewels« enthält daher auch keine Überraschungen: Gabriel, Stannard und Howe hatten nahezu die komplette Popmusik seit Roxy Music geplündert, hier einige Anleihen bei 4 Non Blondes getätigt, dort Diamandis singen lassen wie weiland Lene Lovich und Toyah, dann wieder wie Kim Wilde oder Gwen Stefani, ein wenig bei The Dresden Dolls und Regina Spektor abgeschaut, all dies in Arrangements gepackt, die vor allem von der Hoffnung getragen schienen, dass einer dieser Songs es auf jeden Fall in die internationalen Hitparaden schaffen würde. Die BBC ließ sich denn auch nicht lumpen und zeichnete die Sängerin im Rahmen der Preisvergabe von »BBC Sound of 2010« mit einem zweiten Platz aus.



Diskografie

The Family Jewels (2010)



Weblinks

http://www.marinaandthediamonds.com/ (Offizielle Website der britischen Popsängerin Marina and the Diamonds)
http://www.marinaandthediamonds.de/ (Deutschsprachige Website der britischen Popsängerin Marina and the Diamonds)