Natasha Bedingfield

Bedingfield, Natasha Anne, britische Popsängerin, * London 26.11.1981; die Eltern der Sängerin stammen aus Neuseeland. Natasha Bedingfield hat drei Geschwister, ihr Bruder Daniel Bedingfield und ihre Schwester Nicola Rachelle Bedingfield sind ebenfalls als Popsänger erfolgreich, letztere unter dem Namen Nicola Rachelle.

Natasha Bedingfield wuchs in einem an der musikalischen Erziehung der Kinder interessierten Elternhaus auf und erhielt als Kind Klavier- und Gitarrenunterricht. Gemeinsam mit ihren Geschwistern gründete sie die Band The DNA Algorithm, mit der sie vor allem in ihrer Kirchengemeinde, der Hillsong London Church auftrat. Mit christlich orientierten Liedern trat diese Band auch bei mehreren kirchlichen Musikfestivals auf. Natasha Bedingfield schrieb bald auch die Songs für diese Band, vornehmlich zu religiösen Themen, teilweise wurden diese Songs auch auf von der Kirchengemeinde produzierten CDs veröffentlicht. Nach der Schulzeit nahm sie ein Psychologiestudium auf, das sie jedoch nach einem Jahr abbrach, um sich gänzlich ihrer musikalischen Karriere widmen zu können. Mit einigen bei Freunden aufgenommen Demos sprach sie bei diversen Plattenfirmen vor und erhielt 2003 einen Vertrag bei der britischen Filiale der BMG.
2004 veröffentlichte Natasha Bedingfield ihr erstes Album. BMG hatte ihr einen Reihe von Songwritern und Produzenten zur Seite gestellt, darunter Wayne Wilkins, der bereits für Kylie Minogue und Pink erfolgreich gearbeitet hatte, und Kara Elizabeth DioGuardi, die für Celine Dion und Kelly Clarkson Songs geschrieben hatte. Entsprechend solide und damit risikolos fiel das Ergebnis aus: »Unwritten« konnte sich kurz nach der Veröffentlichung auf dem ersten Platz der britischen Charts etablieren und erreichte in den USA die Top-Thirty. Auch die Singles waren dementsprechend schnell in einigen Ländern unter den Top-Ten zu finden, in Großbritannien erreichte »These words« den ersten Platz.
Das 2007 veröffentlichte Album »Natasha Bedingfield« (»N.B.«) konnte diesen Erfolg nicht so recht wiederholen. Zwar hatte die Sängerin wieder mit denselben Produzenten zusammengearbeitet, doch hatte Bedingfield den Stilbereich ihrer Songs ausgeweitet und war damit ein gewisses Risiko eingegangen. Zumal die Single »I wanna have your babies«, in dem sie die Schwierigkeiten einer jungen Frau, den »richtigen« Partner zu finden, thematisiert hatte und ob derartiger Aufrichtigkeit nicht nur Zustimmung fand. »Unwritten« wurde in den USA unter dem Titel »Pocketful of sinshine« erst Anfang 2008 veröffentlicht, das Album, in den Album-Charts des Branchenblattes »Billboard« auf dem dritten Platz, war in dne USA erfolgreicher als in Großbritannien.
Natasha Bedingfield gehört zu der Reihe von Popsängerinnen, die zwischen den R&B-Diven im Stile von Leona Lewis und Sängerinnen wie Pink stehen. Der Einsatz von Plattenfirmen für diesen Typus von Sängerinnen ist hoch, denn durchweg verlassen sie sich nicht allein auf die Qualitäten als Songschreiber ihres Schützlings, sondern legen die eigentlich Arbeit in die Hände von Routiniers. Natasha Bedingfields Songs fallen allerdings durch eine etwas schutzlose Wahrhaftigkeit auf, die in diesem Bereich der Popmusik selten ist und auch nicht unbedingt erwartet wird: Ethische Fragen spielen eine Rolle, Unabhängigkeit, die Rolle der Frau in einer westlichen Industriegesellschaft. Bedingfield gibt damit Stücke ihres eigenen Lebens preis, ist sie doch in diversen Wohltätigkeits- und Umweltschutzorganisationen engagiert, und diese offensichtlich nicht nur aus steuerlichen Gründen. All dies lenkt natürlich von ihrer Musik ab, einem gut gemachten, auf der Höhe der Zeit stehenden Pop.



Diskografie

Unwritten (2005)
N.B. (2007)
Pocketful of sunshine (2008)



Weblinks

http://www.natashabedingfield.com/home.html (offizielle Website der britischen Popsängerin Natasha Bedingfield)

http://www.natashabedingfield.de (Offizielle deutsche Website der britischen Popsängerin Natasha Bedingfield)