Pink

Pink, auch P!nk, eigentlich Alecia Beth Moore, amerikanische Popmusikerin (Gesang, Komposition, Text), * Doylestown (Pennsylvania) 8.9.1979; Pink hat Vorfahren aus Irland, Deutschland und Litauen. Die Herkunft des Künstlernamens ist unklar.

Biografie

Alecia Beth Moore wuchs in desolaten Familienverhältnissen auf, nachdem sich ihre Eltern getrennt hatten, als sie sieben Jahre alt war. Wie viele Teenager träumte sie davon, mit Musik erfolgreich zu werden und begann im Alter von 14 Jahren in den örtlichen Clubs als Sängerin aufzutreten. Als sie 16 Jahre alt war, bildete sie mit zwei weiteren Sängerinnen das R&B-Trio Choice, das für kurze Zeit einen Plattenvertrag hatte und sogar einen Song zu einem Film beisteuern konnte. Als die Gruppe auseinanderbrach, gab Moore sich den Künstlernamen P!nk, in der Hoffnung, den Vertrag als Solo-Künstlerin erfüllen zu können. Zunächst allerdings sang sie Background für andere, etwa für Diana Ross, 98 Degrees oder Kenny Lattimore.
1999 nahm sie ihr erstes eigenes Album auf. An »Can’t take me home« (2000) wirkten neben anderen Babyface und Steve Rhythm mit. Mit dem Ergebnis war die Sängerin indes nicht zufrieden, obwohl sie auch als Co-Produzentin fungiert hatte. Allerdings war das Album recht erfolgreich, die beiden ausgekoppelten Singles »There you go« und »Most girls« schafften es sogar in die Top Ten der USA-Hitparade.
Weltweit bekannt wurde P!ink, wie sie sich nun nannte und von der Plattenfirma zu einer entsprechend eingefärbten Haarpracht verdonnert worden war, durch die Cover Version des alten Hits »Lady Marmalade«, den sie gemeinsam mit Christina Aguilera, Lil’ Kim und Mýa für den Film »Moulin Rouge« (2001; Regie: Baz Luhrmann) sang. Die Kombination des alten Disco-Hits von 1975, in der neuen Fassung von Missy Elliott und Rockwilder produziert, und der erotisch angriffslustigen Kostümierung der vier Sängerinnen in dem dazugehörigen Video sorgte dafür, dass »Lady Marmalade« in mehreren Ländern den ersten Platz der Hitparaden einnehmen konnte; die vier Sängerinnen erhielten dann auch einen Grammy
Für ihre zweite CD tat P!nk sich mit Linda Perry von den 4 Non Blondes zusammen. Die Zusammenarbeit ermöglichte ihr einerseits mehr Kontrolle über das Ergebnis, andererseits konnte sie sich von ihrem bis dahin nicht besonderes positiven Image ein wenig lösen – vor allem wollte sie nicht nur als Sängerin, sondern auch als Song-Schreiberin wahrgenommen werden. »M!ssundastood« kam 2001 auf den Markt und enthielt wieder einige Hits, so dass P!ink mehrere MTV-Preise entgegennehmen konnte. Wichtiger aber war, dass ihr Songs tatsächlich die Aufmerksamkeit von Kollegen auf sich zogen und etwa Faith Hill 2002 »Cry« übernahm.
Eine leichte Delle bekam ihre Erfolgskurve nach Veröffentlichung ihres dritten Albums. »Try this« (2003) wurde vergleichsweise schlecht verkauft – immer noch in mehrfacher Millionenhöhe – und die eine oder andere Single aus dem Album kam noch nicht mal in die Top-Fourty. 2004 allerdings erhielt sie für die Single »Trouble« einen Grammy. Die Schwankungen in der Gunst des amerikanischen Publikums wurden mehr als wett gemacht durch den Zuspruch, den die Musik P!nks in Europa und Australien erhielt; sie dankte mit ausgiebigen Tourneen auf beiden Kontinenten.
Mit Hilfe von Linda Perry und – für »Try this« – Tim Armstrong von der Rockband Rancid hatte die Sängerin nun Erfolgsformeln für den weltweiten Musikmarkt gefunden. Die füllte sie mit einer Vielzahl von Co-Autoren und Produzenten für »I’ m not dead« (2006) und »Funhouse« (2008) nur noch aus. Dies allerdings so perfekt, dass sie eine der erfolgreichsten amerikanischen Sängerinnen des ersten Jahrzehnts im neuen Jahrtausend ist.
P!nk ist der Gegenentwurf zu den R&B-Diven vom Schlage Beyoncés oder Rihanna, die sie mit ihren Songs »Stupid Girls« bedachte. Sieht man einmal von den ersten zwei Alben ab, so hat sie auf den späteren Veröffentlichungen ungefähr jede Erwartung erfüllt, die Hörer an eine Rocksängerin – authentisch oder nicht – haben können: Es gab brachialen Stadion-Rock (»So what«, »Sober«), freundlichen, manchmal sogar witzig gemachten Pop (»Who Knew«, »Runaway«, »Funhouse«), traumverlorene Balladen (»Glitter in the air«). Zu der routiniert geschriebene Musik mochte allerdings manch ein Text nicht passen: Immer wieder thematisierte sie Episoden ihres eigenen Lebens, mal mehr, mal weniger verklausuliert (»Conversations with my 13 year old self «, »Misery«). Direkt und unverblümt nahm sie mit den Indigo Girls in dem Song »Dear Mr. President« – zuckersüß im Satz singend – Stellung gegen die amerikanische Politik. Das alles würde für eine »normal« Karriere reichen. P!nk allerdings fügte immer noch die eine oder andere Publikumsprovokation hinzu, lästerte über Sangeskollegin Britney Spears, stellte Käfig und elektrischen Stuhl auf die Konzertbühnen oder gab Lebenserfahrungen zum Besten, nach denen sie niemand gefragt hatte.



Auszeichnungen

2001 Grammy
2003 Grammy



Diskografie

Can’t Take Me Home (2000)
M!ssundaztood (2001)
Try This (2003)
I’m Not Dead (2006)
Funhouse (2008)



Weblinks

http://www.pinkspage.com/de (Offizielle internationale Website der amerikanischen Rock- und Popsängerin P!nk)
http://www.pinkssite.com/ (Website zu der amerikanischen Rock- und Popsängerin P!ink)