Sarah Connor

Connor, Sarah, eigentlich Sarah Terenzi, geborene Lewe, deutsche Popsängerin, * Delmenhorst 13. 7. 1980.

Als Schülerin sang Sarah Lewe in einer Schulfassung des Musicals »Linie 1» und war von der Liveerfahrung so fasziniert, dass sie Gesangsunterricht nahm und bei verschiedenen Gelegenheiten unter dem Namen Sarah Gray öffentlich auftrat. 1997 durfte sie mit ein paar anderen Teenagern zu Michael Jackson auf die Bühne und bei den Songs »Earthsong« und »Heal the world« ein wenig im Background mitsingen.
Die Begegnung mit dem Star ließ ihren Entschluss, eine professionelle Karriere als Sängerin einzuschlagen, endgültig werden. Sie gab sich nach einer Figur der »Terminator«-Filme den Künstlernamen Connor und nahm einige Songs für Demo-CDs auf, die sie an diverse Plattenfirmen verschickte. Der Produzent George Glueck, schon erfolgreich mit Rio Reiser und Die Prinzen, schließlich sah das Potential der Sängerin und verschaffte ihr einen Vertrag bei seiner Firma X-Cell Records. Die bald darauf veröffentlichte Single »Let´s get back to bed – boy» (2001), gemeinsam mit dem Rapper TQ eingespielt, schaffte es schnell in die Top Ten der Hitparaden in den deutschsprachigen Ländern und war selbst in Großbritannien in den Top Twenty notiert. Die folgende, ebenfalls aus dem Album »Green eyed Soul« ausgekoppelte Single »French Kissing« konnte diesen Erfolg zwar nicht wiederholen, doch die Ballade »From Sarah with love« kam in Deutschland und der Schweiz auf den ersten Platz der Hitparade.
Für die zweite CD, »Unbelievable« (2002), gelang es, für den Song »One nite stand« die Hip-Hop-Größe Wyclef Jean zu gewinnen. Dennoch waren die aus dem Album ausgekoppelten Singles – zu denen auch »One nite stand« gehörte ,– nicht so erfolgreich wie die des ersten Albums, wenn auch »Bounce« auf Platz 54 der US-Hitparade notiert wurde. Mit den Songs aus den folgenden Alben – »Key to my soul« (2003) und »Naughty but nice« (2005) – sollte sich das wieder ändern, mehrere Singles brachten es bis auf die Topposition der deutschen Hitparade.
»Soulicious« (2007) zeigte dann, dass Sarah Connor die Zeichen der Zeit erkannt hatte und das vor allem in Großbritannien erwachte Interesse am Soul der 1960er-Jahre für sich nutzen wollte. So finden sich unter den Songs des Albums auch Klassiker wie der von Dusty Springfield gesungene Titel »Son of a preacher man« und Marvin Gayes »Sexual Healing«.
Sarah Connor ist abseits ihrer musikalischen Kariere eine öffentliche Person geworden und hat Einiges dafür getan. 2002 ließ sie sich in der Fernsehsendung »Wetten dass…?« in einem Kleid sehen, das erhebliche Zweifel an ihrer Geschmackssicherheit aufkommen ließ, und wenig später lud sie den Privatsender Pro 7 dazu ein, die Vorbereitungen zu ihrer Hochzeit mit Marc Terenzi, einem Musiker ihrer Band Natural, akribisch zu dokumentieren und über Wochen – angereichert mit einem erklecklichen Batzen medialer Seife – auszustrahlen. Auch weiterhin wurde die Öffentlichkeit von der Sängerin auf dem Laufenden gehalten: Wer wollte, erfuhr 2006, dass Töchterchen Summer mit einem – glücklicherweise reparablen – Herzfehler auf die Welt kam.
Musik und öffentliches Leben zusammengenommen, präsentiert Sarah Connor dass, was etwa in den USA für Stars des Musikgeschäfts gang und gäbe ist – ein öffentliches Privatleben, das möglicherweise nicht das echte ist, den Namen aber im Gespräch hält.

 

Auszeichnungen

Echo 2002
Echo 2005

 

Diskografie

Green eyed soul (2001)
Unbelievable (2002)
Key to my soul (2003)
Sarah Connor (2004)
Bounce! (2004)
Naughty but nice (2005)
Christmas in my heart (2005)
Christmas in my heart (2006; von der 2005 veröffentlichten Version abweichende Fassung)
Soulicious (2007)

 

Weblinks

http://www.sarah-connor.com (Offizielle Website der deutschen Popsängerin Sarah Connor)