Dancehall-Reggae

Dancehall-Reggae, in Jamaica und Großbritannien produzierte Form des Reggae, die besonders für Tanzveranstaltungen konzipiert ist.

Der Dancehall-Reggae entstand zwar bereits in den 1970er-Jahren als Reaktion auf den als Tanzmusik kaum geeigneten Dub-Reggae und auch als Gegenbewegung zum Rasta-Kult, doch wurde die Musik erst in den 1980er-Jahren populär, als die bis dahin analoge Aufnahmetechnik nach und nach durch digital arbeitende Technik ersetzt wurde. Am Anfang der Entwicklung standen Produktionen wie »Bounty Hunter« (1979) des Produzenten Henry Junjo Lawes und die Aufnahmen der DJs General Echo und Yellowman. Die späteren, digital aufgenommenen Beispiele des Dancehall-Reggae weisen einerseits ein schnelleres Tempo auf, andererseits steht das Toasting, die jamaicanische Variante des Rap, weit mehr im Vordergrund.

Der Übergang des Dancehall-Reggae zu anderen Formen des Reggaes indes ist fließend und in den 1990er-Jahren traten auch Elemente des Hiphop und des jüngeren R&B hinzu. Nicht zuletzt aus dieser Vermischung der Stile resultiert auch die wachsende Popularität, die dem Dancehall-Reggae nach der Jahrtausendwende zu weltweitem Erfolg verhalf.