Rocksteady

Rocksteady, Vorläufer des Reggae, in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre in Jamaika entstanden; Rocksteady kann als Bindeglied zwischen dem älteren Ska und dem aus dem Rocksteady sich bildenden Reggae gelten; Rocksteady hat einigen Einfluss auf die britische Rockmusik gehabt.

Vom Ska unterscheidet sich der Rocksteady vor allem durch ein langsameres Tempo, die geringere Bedeutung der Bläser einerseits die größere der Rhythmusgruppe andererseits. Für Bass und Schlagzeug bildeten sich bestimmte Spielweisen heraus, die im späteren Reggae noch abstrahiert wurden. Andererseits wurden einige Eigenheiten des Ska – etwa die Rimshots des Schlagzeugers wie die Off-Beat-Spielweise der elektrischen Rhythmusgitarre beibehalten; letztere wurde oft mit Klavierakkorden gedoppelt. Eine ambivalente Stellung nimmt die Hammond-Orgel ein: Anders als im Ska wird ihr im Rocksteady nur selten eine solistische Rolle eingeräumt, vielmehr stellt sie durch stützende Akkorde eine Verbindung der im Rocksteady häufig eingesetzten Background-Chöre ein. Letztere waren im Ska nicht üblich, wurden aber in den späteren Reggae übernommen.

Zu den Protagonisten des Rocksteady gehören etwa The Pioneers, The Uniques, Justin Hind and the Dominoes, Lee Scratch Perry, Marcia Griffith, Prince Buster, Derrick Morgan und natürlich Desmond Dekker and the Aces zu nennen.