Avril Lavigne

Lavigne, Avril, eigentlich Avril Ramona Lavigne Whibley, kanadische Rockmusikerin (Gesang, Gitarre, Produktion). * Belleville (Ontario) 27.9.1984.

Biografie

Avril Lavigne lernte als Kind autodidaktisch Gitarre und Klavier spielen und trat als Jugendliche hier und da öffentlich auf. Anlässlich eines dieser Auftritte lernte sie den Folksänger Steve Medd kennen, der sie für die Einspielung einiger Gesangsparts engagierte. Nunmehr Teil des Musikgeschäfts, konnte Avril Lavigne selbst wenig später bei der Plattenfirma Arista Records einen Vertrag unterschreiben. Sie wechselte zunächst nach New York, zog nach Streitigkeiten mit Arista über die Gestaltung ihres Debütalbums aber nach Los Angeles, wo wie unter der Aufsicht des Produzenten Clif Magness ihr erstes Album fertigstellte.
»Let go« kam 2002 auf den Markt und die 13 schnörkellosen Songs fanden sofort ein großes Publikum. Die Songs stammten von dem Songwriter- und Produzenten-Kollektiv The Matrix, drei Autoren – Scott Spock, Lauren Christy und Graham Edwards – die bereits ihre Meriten mit Songs für Britney Spears, Shakira und Christina Aguilera verdient hatten. Für Avril Lavigne, die selbst an der Arbeit an den Songs mitwirkte, schielten sie weniger nach dem Markt der Teenager, als auf den der Rockfans, denen Nu-Metal zu eindringlich erschien und die Wert auf gut produzierte Musik legten. Entsprechend des Erfolgs der CD war die sich anschließende Tournee ein Triumphzug für die Sängerin.
Das Rezept wurde für die CD »Under my skin« (2004) beibehalten, wenn auch Avril Lavigne sich weiter emanzipierte und sich allmählich als Song-Schreiberin durchsetzte. Tatsächlich wurde sie nun um Mitarbeit gebeten und schrieb etwa für Kelly Clarkson den Song »Breakaway«. An »Under my skin« aber hatte auch die kanadische Rockmusikerin Chantal Kreviazuk erheblichen Anteil und geriet mit Lavigne in einen Streit um Urheberschaft.
Die Arbeit an einem neuen Album geriet darüber ins Stocken, nicht zuletzt aber auch aufgrund anderer Tätigkeiten: Die Sängerin trat in mehreren Filmen als Schauspielerin auf – so etwa nach kleineren Nebenrollen in »Fast food nation« (2006; Regie: Richard Linklater) – und lieh ihre Stimme dem Opossum Heather in dem 3D-Trickfilm »Ab durch die Hecke« (2006). 2007 legte die Sängerin »The best damn thing« vor. Die erste aus dem Album ausgekoppelte Single »Girlfriend« positionierte sich nach kurzer Zeit in den Top Ten diverser Länder, so in den USA, Großbritannien und Deutschland.
Avril Lavigne bewegt sich mit ihrer Musik auf einem sehr schmalen Grat: Einerseits will sie kein Teenager-Idol wie Britney Spears oder Christina Aguilera sein; so betont sie den Rock-Anteil in ihrer Musik, überzeugt auf der Konzertbühne und sieht sich im Team mit ihrer ständigen Band. Andererseits ahmt sie diverse Stilmittel von Pop-Songs nach, die ihre Hit-Qualitäten längst bewiesen haben, so dass ihr Rocker-Image nicht immer glaubwürdig wirkt. Unabhängig von derartigen Posen gibt es unter ihren Songs aber immer wieder Originale, so etwa »Complicated«, »Sk8er boi« oder »Girlfriend«.

Diskografie

Let go (2002)
Under my skin (2004)
The best damn thing (2007)

Weblink

http://www.avrillavigne.com (Offizielle Website der kanadischen Rockmusikern Avril Lavigne)
http://www.avril.de (Offizielle deutsche Website der kanadischen Rockmusikerin Avril Lavigne)