Dark Suns

Dark Suns, deutsche Progressive-Rock-Band, 1997 in Zerbst gegründet.

Der Gitarrist Tobias Gommlich und der Sänger und Schlagzeuger Niko Knappe hatten die Band zunächst parallel zu ihrem Engagement in anderen Metal-Bands in und um Lutherstadt Wittenberg gegründet. Bald schon aber widmeten sie ihrer Neben-Formation mehr Zeit und nahmen 1998 ein Demo-Band auf. Die Band hatte sich zu dieser Zeit noch nicht konsolidiert, so dass der häufige Musikerwechsel auch Einfluss auf die stilistische Ausrichtung der Band nahm. Mittlerweile war auch der Gitarrist Maik Knappe, Bruder von Niko Knappe, Mitglied der Band geworden. 1999 veröffentlichte die Band die EP »Suffering the Psychopathic Results of Daily Blasphemy«, die als einzige Komposition das 14 Minuten dauernde Titelstück enthielt. Wenn auch die Band sich nach wie vor als Metal-Band verstand, so bezogen die Musiker dennoch neben den genre-typischen Elementen wie Growl-Gesang zunehmend Stilmittel des Progressive Rock ein. 2001 veröffentlichte Dark Suns mit »Swanlike« ihr erstes Album. Gommlich verließ im folgenden Jahr die Band und wurde durch den Gitarristen Torsten Wenzel ersetzt. Der Musikerwechsel besiegelte auch die endgültige Hinwendung zum Progressive Metal, wie dann auch die 2005 veröffentlichte CD »Existence« deutlich zeigte. »Existence« wurde bei dem deutschen Label Prophecy Productions veröffentlicht, das auch »Swanlike« wieder veröffentlichte. Die Stabilisierung der Band kam indes erneut ins Stocken, als Bassist Christoph Bormann Dark Suns verließ. Die Trennung von Bormann brachte die Vorbereitungen zu einer weiteren CD nur kurz ins Stocken, denn es gelang, Kristoffer Gildenlöw von der schwedischen Band Pain of Salvation für das Einspielen der Bassparts zu gewinnen. Das Ergebnis der nicht ganz gewöhnlichen Zusammenarbeit, das Album »Grave Human Genuine« legte die Band 2008 vor. Die Wahl von Gildenlöw war nicht ganz zufällig: Dark Suns bewegte sich auf die skandinavische Form eines stark vom Heavy Metal beeinflussten, im Kern aber konservativen Progressive Rock zu. Dies wurde umso deutlicher, als 2008 der Keyboardspieler Ekkehard Meister zu der Band stieß. Er zog die zentralen Instrumente des Progressive Rocks der 1970er-Jahre, Hammond-Orgel und Mellotron, jüngeren Instrumenten mit elektronischer Tonerzeugung vor. So trug das Ende 2011 veröffentlichte Album »Orange« deutlich seine Handschrift. »Orange« bewies auch, dass sich die lange labile Formation gefestigt hatte: Neben den Gebrüdern Knappe, Wenzel und Meister gehörte nunmehr auch der Bassist Jacob Müller mittlerweile jahrelang zu der Band.
Dark Suns, nunmehr in Leipzig beheimatet, hat eine ähnliche Entwicklung genommen wie etwa die schwedische Gruppe Opeth: Vom Doom Metal zu einem Progressive Rock, der zwar die Herkunft vom Metal nicht verleugnet, gleichzeitig aber auch auf den Progressive Rock der 1970er-Jahre zurückgreift, etwa auf die Musik von Yes und Gentle Giant. Im Laufe dieser Entwicklung erhielten nicht nur die Keyboards eine andere, bedeutendere Rolle, sondern auch der Falsettgesang von Niko Knappe.



Diskografie

Swanlike (2002)
Existence (2005)
Grave Human Genuine (2008)
Orange (2012)



Weblink

http://www.darksuns.de (Offizielle Website der deutschen Progressive-Rock-Band Dark Suns)