Die Sterne

Sterne, Die, deutsche Rockband, 1992 von Frank Spilker (* 1966; Gesang, Gitarre, Komposition, Text)) in Hamburg gegründet. Zu den Mitgliedern der Gründungsformation gehörten außerdem Thomas Wenzel (Gesang, Bass), Christoph Leich (Schlagzeug) und Frank Will (Keyboards), Frank Will verließ 2000 die Band und wurde durch Richard von der Schulenburg (* 1972) ersetzt.

Bandbiografie

Frank Spilker hatte bereits Ende der 1980er-Jahre seinen eher lose formierten Bands jeweils den Namen Die Sterne gegeben und auf dem Schallplatten-Label Fast weltweit auch einige Aufnahmen veröffentlicht. 1991 wechselte er nach Hamburg und gründete erneut eine Band, der er wiederum den Namen Die Sterne gab. Nach kurzer Zeit veröffentlichte die Band auf dem Independent-Label L´age d´or ihre ersten Songs und 1993 die erste CD. »Wichtig« macht die Band zu einer regionalen Größe und sorgt dafür, dass die einschlägige Presse Die Sterne, Tocotronic und Blumfeld zur sogenannten »Hamburger Schule« vereinigt. Der wachsende Bekanntheitsgrad der Sterne führt zu einem Wechsel des Labels, fortan veröffentlicht die Band um Frank Spilker bei Motor Music, einem Label des Majors Universal. Selbstironisch geben die Musiker einem Song ihres ersten Album bei Universal/Motor den Titel »Universal Tellerwäscher« (1994) und steigen tatsächlich auf: Die Promotion-Kraft des Labels verhilft den Sternen zu Single und Video und damit zu einem kleinen Hit. Erneut wechselt die Band das Label, nunmehr veröffentlicht sie bei Sony BMG. »Posen« (1996) steigert das Renomme der Sterne erneut, so dass sogar das Goethe-Institut aufmerksam wird und die Band auf Nordamerika-Tour schickt.
Die Sterne hatten sich trotz ihres Wechsels zu den Major-Companies – seit 2000 stehen sie bei Virgin unter Vertrag – den Ruf einer Independent-Band erhalten können, nicht zuletzt aufgrund einer gewissen Unangepasstheit. Seit 2000 veröffentlichen Die Sterne ihre CDs im Zweijahresrhythmus und sind eingepasst in den üblichen Vermarktungs-Kreislauf von CD-Veröffentlichung, Tourneen und Live-Veröffentlichungen. Daneben blieben Frank Spilker noch Zeit für Solo-Unternehmungen und Thomas Wenzel für einen Nebenjob bei Die goldenen Zitronen.
Frank Spilkers Band Die Sterne wurde von Anfang an mit der inzwischen legendären Rockband Ton, Stein, Scherben verglichen, doch wird dieser Vergleich der Musik der Hamburger nicht gerecht. Auf den ersten Blick ein handwerklich gut gemachter Gitarren-Pop mit eigenwilligen, mitunter eigensinnigen und politisch angehauchten Texten, so zeigt sich, dass die vier Musiker die Rock-Geschichte kennen und – ironisch gebrochen – immer wieder zitieren. Auf CDs wie »Irres Licht« (2000), »Das Weltall ist zu weit« (2004) und »Räuber und Gedärm« (2006) blitzen Ska und Funk auf, ist der typische Rhythmus von Bo Diddley zu hören oder ein Song, der an Haindling denken lässt (»Räuber und Gedärm«). Dann wieder quietscht eine Hammond-Orgel wie weiland bei Timmy Thomas (»Frank Orgel«) oder wird die Neue Deutsche Welle heraufbeschworen (»Es gibt nichts Spannenderes«) – zusammengenommen also so etwas wie deutscher Art Rock.



Diskografie

Wichtig (1993)
In echt (1994)
Posen (1996)
Von allen Gedanken schätze ich doch am meisten die interessanten (1997)
Wo ist hier (1999)
Irres Licht (2000)
Das Weltall ist zu weit (2004)
Räuber und Gedärm (2006)



Weblink

http://www.diesterne.de (Offizielle Website der deutschen Rockband Die Sterne)