Gnarls Barkley

Gnarls Barkley, amerikanische Popmusikformation, 2005 von Danger Mouse, eigentlich Brian Joseph Burton, (* New York 29.7.1977; diverse Instrumente, Produktion) und Cee-Lo Green, eigentlich Thomas DeCarlo Callaway, (* Atlanta 30.5.1974; Gesang, Rap) in Atlanta gegründet.

Bandbiografie

Burton und Callaway waren als Produzent bzw. Interpret eigener Musik bereits fest im Musikgeschäft verwurzelt, als sie 2003 mit Gnarls Barkley eine gemeinsame Formation gründeten: Burton hatte für Damon Albarn und seine Comic-Band Gorillaz deren Album »Demon days« (2005) produziert. »Grey Album« (2003) nannte er seine Produktion, in der er Musik der Alben »The Beatles« (1968; White Album) und »Black Album« (2003) von Jay-Z zusammenführte. Mit Calloway wollte er die Idee des intellektuell anspruchsvollen Mischens weiter verfolgen und auf die Spitze treiben.
Zunächst traten die beiden Musiker , verstärkt um einige Instrumentalisten, im Konzert auf, erhielten jedoch bald von Downtown Records einen Vertrag. Downtown veröffentlichte eine Reihe der ebenso abstrusen wie virtuosen Mixturen auf Singles, von denen »Crazy«, 2006, veröffentlicht, auf Anhieb weltweit erfolgreich war. Die Single passte gut in die Zeit, war doch Mitte des ersten Jahrzehntes des neuen Jahrtausends das Interesse an Soul wieder erwacht. So legte Gnarls Barkley noch im selben Jahr ihre erste CD vor. »St. Elsewhere« enthielt ein Sammelsurium ironischer Songs, allesamt mit einem Seitenblick auf den Soul vergangener Tage. Mit »The Odd Couple« (2008) setzten Burton und Calloway diesen Weg fort und plünderten dabei das Inventar der Popmusik der 1960er- und 1970er-Jahre.
Gnarls Barkley parodieren und ironisieren die Popmusik und drehen sie durch den Wolf jüngerer Stile der schwarzen Musik. Sie gehören damit zu den wenigen Musikern der Rock- und Popmusik, die überhaupt dazu fähig sind, sich der eigenen Musik mit Ironie zu nähern. Der Witz dieser Musik erschleißt sich nur dem in der gesamten schwarzen Popmusik bewanderten Hörer, der sich zudem nicht daran stören darf, wenn Calloway und Burton Soul mitsamt der von Vinylplatten herrührenden Verzerrungen imitieren und mit fließendem Rap überlagern. Die Titel der Songs sprechen im Übrigen eine beredte Sprache: »Who cares?«, »Run (I´m a monster disaster)«, »Feng shui«, »Who´s gonna save my soul«.



Diskografie

St. Elsewhere (2006)
The odd couple (2008)



Weblink

http://www.gnarlsbarkley.com (Offizielle Website der amerikanischen Musikformation Gnarls Barkley)
http://www.gnarls-barkley.de (Offizielle deutschen Website der amerikanischen Musikformation Gnarls Barkley)