Hatfield and the North

Stichworte Canterbury-Scene | National Health | Matching Mole | Caravan | Delivery | Egg



Hatfield and the North, britische Rockband, 1972 aus der Rockband Delivery hervorgegangen; der Name bezieht sich auf ein Autobahn-Schild mit der Richtungsangabe Hatfield and The North. Die Band, die zur so genannten Canterbury-Scene gezählt wird, bestand bis 1975, wurde später aber einige Male – dann auch mit anderen Musikern – reformiert.

Bandbiografie

Delivery bestand 1972 aus dem Gitarristen Phil Miller, dessen Bruder, dem Pianisten Steve Miller, dem Schlagzeuger Pip Pyle und dem Bassisten Richard Sinclair. Als Steve Miller die Band verließ und durch den Keyboardspieler Dave Sinclair – zuvor bei Matching Mole und Caravan – ersetzt wurde nannten die Musiker ihre Formation Hatfield and the North. Dave Sinclair nahm bereits 1973 seinen Abschied, für ihn kam Dave Stewart, zuvor bei Egg, in die Band. In dieser Besetzung nahm die Gruppe für Virgin Records ihre erste LP auf. »Hatfield and the North« wurde 1974 veröffentlicht. An den Aufnahmen hatte auch ein Background-Chor teilgenommen, der sich The Northettes nannte und aus den Sängerinnen Amanda Parsons, Barbara Gaskin und Ann Rosenthal bestand; Barbara Gaskin schlug später eine Solo-Kariere ein.
Das zweite Album, »The Rotters Club« legte die Band 1975 vor, löste sich aber noch im gleichen Jahr auf. Stewart ging zu der »Supergroup« der Canterbury-Scene, National Health 1990 kamen die Musiker für ein Fernsehsendung noch einmal zusammen, verstärkt um die Pianistin Sophia Domancich. Eine weitere Reforamtion der Band fand 2005 statt, dieses Mal mit dem Keyboardspieler Alex Maguire. In dieser Besetzung unternahm Hatfield and the North auch eine Tour, zu der auch einige Termine in Japan gehörten. Nach dem Tod Pyles im Jahre 2006 trat die Band mit Mark Fletcher an den Drums noch einmal beim Canterbury Festival 2006 auf.
Neben National Health präsentiert Hatfield and the North am deutlichsten, was unter der Musik der Canterbury-Scene zu verstehen ist. Es ist eine ruhige, stark von Elementen des Jazz, mehr noch aber von Richards Sinclairs Gesang und dem spezifischen Orgelklang, wie ihn vor allem Dave Sinclair und Dave Stewart auf ihren Instrumenten hervorbrachten, geprägte Musik. Neben dem Progressive Rock jener Jahre und dem Punk ab 1975 ist diese Musik die dritte bedeutende Strömung innerhalb der britischen Rockmusik der 1970er-Jahre.



Diskografie

Hatfield and the North (1974)
The Rotters‘ Club (1975)
Afters (1980)
Live 1990 (1993)
Hatwise Choice: Archive Recordings 1973-1975, Volume 1 (2005)
Hattitude: Archive Recordings 1973-1975, Volume 2 (2006)



Weblink

http://www.hatfieldandthenorth.co.uk (Offizielle Website der britischenRockband Hatfield and the North)