Neal Morse

Stichworte Spock’s Beard | Dream Theater | Mike Portnoy | The Flower Kings | Transatlantic



Morse, Neal, amerikanischer Rockmusiker, * Van Nuys (Kalifornien) 2.8. 1960

Biografie

Neal Morse wuchs mit einigen Geschwistern in einem an Musik interessierten Elternhaus auf. Sein Vater leitete einen Chor und ließ seinen Kindern schon in einem sehr frühen Alter Instrumentalunterricht erteilen. So erhielt Neal Morse ab seinem sechsten Lebensjahr Klavierunterricht und begann wenig später auch, das Spiel der Gitarre zu lernen. Nach Beendigung seiner Schulausbildung versuchte er eine Karriere als Musiker einzuschlagen, schrieb zwei Musicals und nahm mit seinem Bruder Richard Morse für Demonstrationszwecke einige Country-Songs auf. Der Plan, auf diese Weise als Songschreiber in Los Angeles beruflich Fuß zu fassen, schlug allerdings fehl, so dass Morse Los Angels verließ und einige Jahre nach Europa ging; zeitweise (1997) spielte er hier in Eric Burdons Band. Zurückgekehrt in die USA, gründete er 1992 mit seinem Bruder Alan Morse und dem Schlagzeuger Nick D’Virgilio (* 1968) die Band Spock’s Beard. Diese Band konnte sich in wenigen Jahren einen Namen als eine der zentralen Bands des jüngeren Progressive Rock machen. Abseits der Band legte Morse auch drei Solo-Alben vor, auf denen er sich eher als Singer-Songwriter präsentiert.
Morse selbst tat sich 2000 mit Mike Portnoy, Schlagzeuger von Dream Theater, Roine Stolt, Guitarrist bei The Flower Kings und Pete Trewavas, Bassist bei Marillion, zu Transatlantic zusammen; die als Supergroup geltende Band veröffentlichte einige Alben, ging dann aber für mehrere Jahre auseinander.
2002 entschloss Morse sich, Spock’s Beard zu verlassen, und sich auch mit seiner Musik seinem christlichen Glauben zu widmen. Als Mitglied einer Pfingstler-Gemeinde veröffentlichte er in den folgenden Jahren eine Vielzahl von CDs, darunter Gospel-Songs, Konzept-Alben mit religiösen Inhalts, einfache Lieder zur Gitarre und geradlinigen Rock; mitunter bat er frühere Musiker-Kollegen um Unterstützung, stellte aber für Konzerte und CD-Produktionen eine nur aus Europäern bestehende eigene Band zusammen.
2009 veröffentlichte er mit Portnoy, Stolt und Trewavas überraschend ein weiteres Album Transatlantics. Über die Jahre hat Morse hier und da auch CDs außerhalb von Spock’s Beard und Transatlantic veröffentlicht, so etwa mit Portnoy und dem Bassisten Randy George das Album »Cover to Cover« (2006), das eine Sammlung von Cover Versions bekannter Rock-Klassiker wie »Pleasant Valley Sunday«, »Badge«, »Maybe I’m amazed«, »Feelin stronger every Day«, »What is Life« und andere mehr enthält.
Morse, der gleichermaßen brillant als Keyboard-Spieler, Gitarrist und Sänger agiert, hat sich auf allen seinen Veröffentlichungen als Musiker gezeigt, der die Rockmusik bis ins kleinste Detail kennt. Seine Interpretationen von Rock-Klassikern, die er mit Portnoy – wie Morse ein glühender Verehrer der Beatles – immer wieder mal auf CD veröffentlicht, hinterlassen in der Regel staunende Zuhörer. Als Musiker gelang und gelingt es ihm stets, seine Begeisterung für die Musik auf das jeweilige Publikum zu übertragen.



Diskografie

Neal Morse (1999)
Merry Christmas from The Morse Family (2000)
It’s not too late (2001)
Testimony (2003)
One (2004)
The Transatlantic Demos (2004)
Lead Me Lord – Worship Sessions Vol. 1 (2005)
God won’t give up (2005)
Question (2005)
Send the Fire – Worship Sessions Vol. 2 (2006)
Songs from the Highway (2007)
Sola Scriptura (2007)
Question Live (2007)
Lifeline (2008)
Secret Place – Worship Sessions Vol. III (2008)
The River – Worship Sessions Vol. IV (2009)

Mit Mike Portnoy und Randy George

Cover to Cover (2006)



Weblink

http://www.nealmorse.com (Offizielle Website des amerikanischen Rockmusikers Neal Morse)