Popa Chubby

Popa Chubby, eigentlich Theodore Joseph Horowitz, amerikanischer Bluesrockmusiker (Gesang, Gitarre), * New York 31.3. 1960.

Theodore Joseph Horowitz interessierte sich als Kind für Rockmusik und nach der Erprobung verschiedener Instrumente dieses Bereichs blieb er bei der elektrischen Gitarre. Besonders von der Musik britischer Blues- und Bluesrockgitarristen wie Eric Clapton und Jeff Beck fühlte er sich angezogen, doch zog auch der effektvolle Blues eines Jimi Hendrix die Aufmerksamkeit des jungen Musikers auf sich. Er spielt vor allem in Blues-Bands, für kurze Zeit aber auch in der Band des amerikanischen Punk-Protagonisten Richard Hell.

Anfang der 1990er-Jahre gewann der schwergewichtige Bluesmusiker in Kalifornien einen Bandwettbewerb und fand damit Zugang zum amerikanischen Blues-Establishment. In den 1990er-Jahren erarbeitete er sich durch häufiges Konzertieren – er absolvierte über 200 Auftritte pro Jahr – die Reputation eines routinierten und publikumswirksamen , aber auch pragmatischen Instrumentalisten. So erhielt er schließlich ein Dauerengagement in dem New Yorker Bluesclub Manny’s Carwash.

Nachdem er zwei Alben auf seinem eigenen Label Laughing Bear Records veröffentlicht hatte, gab ihm das von Sony wiederbelebte Blues-Label Okeh Records einen Vertrag. 1995 erschien mit »Booty and the beast« das erste Album Popa Chubbys auf dem seinerzeit renommierten Label. Die Zusammenarbeit mit dem Gitarristen währte allerdings nicht lange, Popa Chubby veröffentlichte in den folgenden Jahren mal hier, mal da eine Reihe von CDs, mitunter mehrere pro Jahr, die allesamt die mitunter etwas nachlässige Routine des häufig auftretenden Musikers zeigen.

Popa Chubby ist in einem sehr traditionellen, puristischen Sinne sicherlich kein Bluesmusiker, sondern ein Hardrocker, der den Blues als formale Grundlage benutzt; selbst vor einzelnen Elementen des Punk schreckt er nicht zurück. In einem weniger rigidem Sinne ist Popa Chubby allerdings ein durchaus zeitgemäßer Bluesmusiker, der die Möglichkeit des Blues, auch abseits der tradierten Klischees authentisch zu sein, rigoros und manchmal auch aggressiv nutzt. Dass dabei für ihn die jüngere Rockmusik der 1960er- und 1970er-Jahre eine herausragende Rolle spielt, bewies er nicht zuletzt mit »Electric Chubbyland« (2006), einer auf drei CDs vorgelegten Hommage an Jimi Hendrix. Kritik an seiner Auffassung, wie Blues im beginnenden dritten Jahrtausend zu klingen habe, wies er mit seiner CD »How’d a white boy get the blues?« ironisch zurück und fügte ein wenig Hip-Hop in seine Musik ein.

Popa Chubby spielt in der Regel eine Fender Stratocaster von 1966 und benutzt einen klassischen Verstärkeraufbau: Fender Pro Reverb und Marshal JMP 50 Combo.

Diskografie

It’s Chubby Time (1991)
Gas money (1993)
Booty and the beast (1995)
The first cuts (1996)
Hit the high hard one (1996)
One million broken guitars (1997)
Brooklyn basement blues (1998)
One night live in NYC (1999)
How’d a white boy get the blues? (2000)
Flashed back (2001)
The good, the bad and the Chubby (2002)
The hungry years (2003)
Old school (2003)
Live at fip (2004)
Peace, love and respect (2004)
Wild life! (2005)
Big man big guitar (2005)
Ten years with Popa Chubby (2005)
Stealing the devil’s guitar (2006)
Electric Chubbyland (2006)
Deliveries after dark (2007)

Weblinks

http://www.popachubby.com/home.html (Offizielle Website des amerikanischen Bluesgitarristen Popa Chubby)