Dave Greenslade

Greenslade, Dave, britischer Rockmusiker (Keyboards, Komposition), *Woking (Surrey) 18.01. 1943

Über Dave Greenslades Ausbildung und musikalische Laufbahn vor seinem Engagement in der britischen Blues- und Jazzrock-Band Colosseum ist nichts bekannt. Bei Colosseum, der Band des Schlagzeugers Jon Hiseman, war er von Anfang an Mitglied und blieb es bis zu deren ersten Bruch im Jahre 1971, war dann ab 1994 wieder Mitglied der Band.
Ende 1972 gründete der Organist zusammen mit dem Bassisten von Colosseum, Tony Reeves, die Progressive-Rock-Band Greenslade; Greenslade hatte schon bei Colosseum abseits von deren Blues- und Jazzrock dem frühen Progressive Rock mit seiner »Valentyne Suite« eine bemerkenswertes Werk hinzugefügt, wenn auch wohl in Reaktion auf Keith Emerson Suite »Ars Longa Vita Brevis« von 1968. Einerseits war Greenslade Anfnag der 1960er-Jahre durchaus auf der Höhe der Zeit,doch zeigten die von Emerson, Lake & Palmer und Yes veröffentlichten Alben dieser Jahre, dass Greenslade den Blick in die Vergangenheit richtete und – trotz Dave Greenslades Faible für die Synthesizer jener Jahre – mit den instrumentaltechnischen Vorgaben dieser Bands nicht mithalten konnte.
Bei Greenslade war Dave Greenslade indes nur einer von zwei Organisten, Dave Lawson, voher bei Teh Alan Bow Set, war der zweite Keyboardspieler; zeitweise spielte auch Dave »Clem« Clempson Gitarre für Greenslade. Bereits 1975 verließ Reeves die Band, ein Jahr später gab auch Dave Greenslade auf.
Zunächst veröffentliche Dave Greenslade 1976 mit »Cactus Choir« sein erstes Soloalbum, gründete dann eine neue Band, zu der etwa Mick Rogers von Manfred Mann’s Earth Band und zu Anfang auch der Schlagzeuger Simon Phillips und der Bassist Dave Markee gehörten, doch zu der Tournee zum Album saß Jon Hiseman am Schlagzeug und Tony Reeves spiele Bass.
Der Tour ließ Greenslade keine weiteren Aktivitäten im Rahmen einer Band folgen. Erst 2000 kamen Dave Greenslade und Reeves zu einer Tour utner dem Namen Greenslade wieder zusammen, auch wurde eine Studio-LP und eine Live LP aufgenommen. Inzwischen hatte Dave Greenslade einerseits für Fernsehserien der BBC Musik geschrieben, veröffentlichte einige wenig beachtete Solo-Alben und war zwischen 1994 und 2015 wieder Mitglied der Reinkarnation von Colosseum.
Als Organist blieb Dave Greenslade Anfang der 1970er-Jahre eine Größe im Schatten von Keith Emerson und Rick Wakeman. Mochte sein instrumentales Können auch nicht an deren stupende Fingerfertigkeit heranreichen, so zeigen seine »Valentyne Suite« und insbesondere die ersten Alben der Band Greenslade, dass es neben dem einschüchternden Progressive Rock von Emerson, Lake & Palmer und Yes und selbst der »Englishness« von Genesis noch eine weitere spezifisch britische Möglichkeit für die Bands jener Jahre gab.

Diskografie

Cactus Choir (1976)
The Pentateuch of the Cosmogony (1979)
From The Discworld (1994)
Going South (1999)
Routes/Roots (2011)

Weitere Alben mit Colosseum und Greenslade

Weblink

http://www.temple-music.com/dave-greenslade/ (Dave Greenslades Site bei Temple Music)