Magenta (Wales)

Stichworte Suite | Concept Album | Genesis | Yes



Magenta, britische Progressive-Rock-Band, 2001 aus den Bands Trippa und Cyan hervorgegangen; die walisische Band ist nicht zu verwechseln mit der norwegischen Gothic-Rock-Band Magenta.

Bandbiografie

Der Keyboard-Spieler Rob Reed arbeitete in 1990er-Jahren als Komponist für Film und Fernsehen, spielte nebenbei aber in der Rockband Cyan. Als er anlässlich der Arbeiten an einem Kompositionsauftrag Christina Maria Booth (* 1965) kennen lernte, sah er in ihr die geeignete Sängerin für ein eigenes Musikprojekt. Unter dem Namen Trippa legte das Duo zunächst eine EP vor; parallel dazu beteiligte sich Christina Booth an Aufnahmen Cyans. 2000 fasste Reed den Plan, mit Booth als Sängerin eine eigne Progressive-Rock-Band zu gründen und begann Songs für ein Album, zu schreiben. Mit einigen Gastmusikern nahm das Duo unter dem Namen Magenta 2001 das Album »Revolutions« auf. Die CD wurde zwar positiv aufgenommen, doch fand die 2004 veröffentlichte zweite CD »Seven« ein größeres Publikum und noch im selben Jahr brachte Magenta das Live-Album »Another Time, another Place« auf den Markt; die Aufnahmen waren im Laufe von zwei Jahren auf diversen Tourneen durch Europa entstanden. 2006 legte die Band, zu der nunmehr neben Booth und Reed der Gitarrist Martin Rosser, der Bassist Dan Fry und der Schlagzeuger Allan Mason-Jones gehörten, zwei Alben vor, »Home« und »New York Suite«. Bei »New York Suite« handelt es sich um ein Konzeptalbum, das die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die ihre Heimatstadt Liverpool verlässt, um in den USA ein neues Leben zu beginnen.
2007 hatte die Band mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Mason Jones und Rosser gingen, wurden zunächst durch Keiran Bailey beziehungsweise Chris Fry ersetzt., doch war Magenta seitdem im Kern nur noch ein aus Booth, Reed und Chris Fry bestehendes Trio – das für die Aufnahmen etwa von »Metamorphosis« (2008) jedoch um eine Reihe von Gastmusikern, darunter auch ehemalige Bandmitglieder, verstärkt wurde.
Magenta nimmt unter den Progressive-Rock-Bands der jüngeren Zeit eine gewisse Sonderstellung ein. Zum einen wir der Klang dieser Band ganz wesentlich vom Gesang Christina Booth’ bestimmt. Zum anderen schimmern hier und da Reeds Erfahrungen mit Filmmusik durch: Für »Metamorphosis« beispielsweise engagierte er fünf Streicher, deren Parts allerdings mit studiotechnischer Hilfe vervielfacht wurden und daher den Eindruck eines ganzen Orchesters vermitteln. Daneben gibt es in der Musik Magentas aber auch Abschnitte, die Folk Music in den Vordergrund stellen – bis hin zu den Klängen der Uilleann Pipes, eines Dudelsacks. In der Faktur der Kompositionen allerdings nimmt Magenta Bezug auf die Musik früherer Progressive-Rock-Bands wie Genesis und Yes, wenn auch der instrumentaltechnische Aspekt dabei nicht ganz so im Vordergrund steht – 2009 veröffentlichte Magenta eine Version des Yes-Klassikers »Wonderous Stories« (»Going for the One«, 1977).



Diskografie

Revolutions (2001)
Seven (2004)
Another Time, another Place (2004)
Home (2006)
New York Suite (2006)
The Singles (2007)
Metamorphosis (2008)



Weblink

http://www.magenta-web.com/ (Offizielle Website der britischen Progressive-Rock-Band Magenta)